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Lokales Dresdens Bike+Ride-Anlagen sind mangelhaft
Dresden Lokales Dresdens Bike+Ride-Anlagen sind mangelhaft
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09:59 27.09.2018
Nicht nur wie hier am Bahnhof Neustadt sind die vorhandenen Fahrradbügel in Dresden meist nicht ausreichend. Komfortablere Anlagen wie Fahrradboxen oder Reparaturangebote fehlen sogar ganz. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Dresden hat noch großen Optimierungsbedarf, was die Zahl der Fahrradstellplätze an Bahnstationen angeht. Zu diesem Ergebnis kommt der ADAC, der sogenannte Bike+Ride-Anlagen in zehn deutschen Großstädten getestet hat.

In keiner anderen Stadt erhielten so viele Anlagen die schlechteste Note wie in Dresden: Sechs der zehn getesteten Anlagen im Stadtgebiet wurden als „sehr mangelhaft“ eingestuft. Dazu gehören etwa die Bike+Ride-Anlagen am Neustädter Bahnhof, an der Freiberger Straße oder am Hauptbahnhof. Das Prädikat „sehr gut“ oder „gut“ vergab der ADAC in Dresden nicht. Die Anlagen am Bischofsplatz, Riegelplatz und Ullersdorfer Platz wurden mit „ausreichend“ bewertet – und schnitten damit stadtweit noch am besten ab.

Zentrales Problem: Die Nachfrage ist häufig größer als das Angebot, es gibt oft mehr Räder als Stellplätze. Gerade am Hauptbahnhof und am Bahnhof Neustadt bemängelten die Prüfer die Kapazität der Bike+Ride-Anlagen. Auch die Ausstattung der Stellplatzanlagen in Dresden kritisiert der ADAC. Speziell gesicherte Stellplätze oder abschließbare Fahrradboxen fanden die Tester in Dresden ebenso wenig vor wie Reparaturangebote.

Dass es auch anders geht, zeigten die Städte Leipzig, Hannover und Stuttgart. Dort erhielten die Bike+Ride-Anlagen die besten Noten. „Gute Bike+Ride-Anlagen mit ausreichend Stellplätzen könnten für viele Pendler ausschlaggebend sein, das Auto stehenzulassen und auf das Fahrrad und den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen“, sagt ADAC-Geschäftsführer Alexander Möller. Daher empfiehlt er der Stadt Dresden, neue Bike+Ride-Anlagen auf Basis eines übergreifenden Konzepts zu planen und diese in das städtische Radwegenetz einzubinden. „Das ist auch sinnvoller als Fahrverbote“, so Möller weiter.

Von sem

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