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Dresden zeigt seine weltoffene Seite – Sternlauf „Dresden für alle“ mit 9000 Beteiligten

Dresden zeigt seine weltoffene Seite – Sternlauf „Dresden für alle“ mit 9000 Beteiligten

Dresden zeigt seine weltoffene Seite. Bei der Kundgebung von „Dresden für alle“ haben laut Polizeiangaben rund 9000 Menschen ein Zeichen für ein tolerantes Dresden gesetzt.

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Das Bündnis "Dresden für alle" demonstrierte in Dresden für Weltoffenheit und Tolleranz.

Quelle: DNNOnline

Zuvor zogen sechs Demonstrationszüge von unterschiedlichen Startpunkten in Richtung Rathausplatz. Allein an der Stura-Demo, zu der auch der Rektor der Technischen Universität Dresden, Hans Müller-Steinhagen, aufgerufen hatte, beteiligten sich über 2000 Menschen.

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Am Sternmarsch "Dresden für Alle" beteiligten sich laut Polizei rund 9000 Menschen.

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Die von der Polizei abgegrenzte Fläche an der Statue der Trümmerfrau erwies sich als deutlich zu klein. Hunderte Teilnehmer wichen auf den Dr.-Külz-Ring aus – ebenfalls bewacht von der Polizei, da gegenüber an der Lingnerallee rund 10.000 Menschen an der Pegida-Kundgebung teilnahmen.

Als die Abschlusskundgebung am Rathaus gegen 19 Uhr startete, hatten sich nach Polizeiangaben rund 9000 Menschen versammelt. Viele von ihnen trugen Transparente, Banner und bunt leuchtende Luftballons. Rektor Müller-Steinhagen sagte als Redner auf der provisorischen Lkw-Bühne: „Dresden steht für Toleranz und Internationalität. Wir sind hier, um das verzerrte Bild der vergangenen Wochen zu korrigieren.“ Neben dem Rektor sprach auch Annekathrin Klepsch (Die Linke, MdL) für das Parteienbündnis von Rot-Rot-Grün im Dresdner Stadtrat: „Wir wollen, dass Dresden weltoffen ist für alle Menschen, die uns besuchen. Deshalb müssen wir diese Weltoffenheit auch demonstrieren.“

Der Demozug der Parteien war am Bahnhof-Mitte gestartet. Auch Christian Avenarius, Vorsitzender der SPD in Dresden, beteiligte sich an dem Marsch: „Der gute Ruf der Stadt Dresden steht auf dem Spiel. Umso wichtiger ist es, dass wir heute ein Zeichen für ein weltoffenes Dresden setzen.“ Hoch anerkennen müsse man, dass sich Bürgermeisterin Helma Orosz (CDU) von Anfang an für einen Protest stark gemacht habe. Zudem würdigte er die gemeinsame Teilnahme von CDU und Dresden Nazifrei am gemeinsamen Sternlauf. Eva Jähnigen (MdL, Die Grünen) sagte am Rande der Demo: „Wir wollen ein vielfältiges Dresden, wo Menschen keine Angst haben müssen, egal wie sie aussehen. Dafür ist es selbstverständlich, auf die Straße zu gehen. Zu der Pegida-Bewegung sagte sie: „Letztlich müssen sich die Teilnehmer der Pegida-Bewegung auch an die Menschenrechte des Abendlandes halten. Damit sollten auch sie Menschen, die vertrieben worden sind und hier Asyl suchen, aufnehmen.“

An der Spitze des TU-Zuges lief Mitorganisator Eric Hattke, Seite an Seite mit Rektor Hans Müller-Steinhagen. Die große Teilnehmerzahl hatte auch Hattke überrascht: „Wir hatten drauf gehofft. Und wir freuen uns, dass dieses wichtige Anliegen, ein weltoffenes und tolerantes Dresden, von so vielen Personen geteilt wird, die dafür einstehen.“

 Neben ihm setzten sich viele Menschen für ein offenes Dresden ein. „Wir sind für mehr Solidarität und was uns vor allem wichtig ist, dass wir gegen die Pegida demonstrieren, die dafür steht, den bürgerlichen Rassismus in die breite Gesellschaft zu bringen. Deswegen stehen wir hier“, sagte Jan, der mit Dresden Nazifrei vom Bahnhof Neustadt gekommen war. Auch Silvio Lang, Sprecher von Dresden-Nazifrei, betonte: „Den Rassisten dürfen wir keinen Fußbreit auf Dresden Straßen überlassen.“

Unterstützung erhielt die „Dresden für alle“-Aktion von einem weiteren Demozug, der an der Synagoge startete. „Ich nehme teil, weil ich für ein offenes Dresden bin, für eine offene Gesellschaft. Und weil ich von diesem Abschotten nichts halte. Europa ist keineswegs bedroht durch den Islam und es ist wichtig, dass man ihm seinen Platz lässt“, so Eberhard B., der mit rund 1000 anderen Teilnehmern den Weg von der Synagoge gewählt hatte.

Der Sternmarsch und die Abschlusskundgebung verliefen friedlich. Zum Ende wurde in der Nähe der Versammlung ein Böller gezündet. Nach dem Abschluss griffen Unbekannte einige Demo-Teilnehmer tätlich an, wie DNN-Online am Dr.-Külz-Ring beobachtete. Der Demozug von Dresden-Nazifrei lief mit mehr als 1000 Teilnehmern zurück zum Ausgangspunkt am Bahnhof-Neustadt.

Das Bündnis "Dresden für alle" will vorraussichtlich am Mittwoch mitteilen, ob und welche Aktionen in der kommenden Woche geplant sind.

DNN

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