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Dresden zahlt 280.000 Euro für Kopiergeld der Schüler

Dresden zahlt 280.000 Euro für Kopiergeld der Schüler

In Dresden liegt der Fall in Sachen Kopiergeld ein wenig anders als in Königswartha: Dort hatte eine Mutter vor Gericht erkämpft, dass sie kein Geld für Kopien an die Gemeinde zahlen muss, die ihre drei Kinder für den Unterricht erhalten (DNN berichteten).

Die Stadt Dresden als Schulträger der kommunalen Schulen hingegen erhebt kein Kopiergeld. Das sagte gestern Anke Hoffmann vom Presseamt auf DNN-Nachfrage. "Die Schulleiter bekommen vom Schulverwaltungsamt ein Bugdet für die Ausstattung mit Lehr-, Lern- und Unterrichtsmitteln zur freien Verfügung", erklärt Hoffmann. Dort sei das Kopiergeld bereits mit eingeplant. In diesem Jahr stellt die Stadt dafür rund 280 000 Euro bereit.

Dabei gibt es unterschiedliche Richtwerte für die verschiedenen Schularten. An den Grundschulen sind es 8,60 Euro pro Schüler, an den Mittelschulen 5,45 Euro und an den Gymnasien 5,20 Euro. Für die Schulen für geistig Behinderte werden 8 Euro pro Schüler veranschlagt, an den Schulen für Lernbehinderte 6,75 Euro.

Zudem haben 19 Schulen zusätzliche Kostenpauschalen zwischen zwei und sieben Euro für die Vervielfältigung von Arbeitsmaterialien, Kopiervorlagen, Arbeitsblättern, CD-Rohlingen und Papier den Schülern abgeknöpft. Das hatte eine Blitzanfrage des Schulverwaltungsamtes an den Schulen im Sommer 2011 ergeben. Das sei aber von den jeweiligen Schulkonferenzen mitgetragen worden. Und: "Es ist bekannt, dass die Schulleitungen zu Beginn dieses Schuljahres darauf verzichteten", so Hoffmann weiter.

Um die Lernmittelfreiheit der Schüler zu sichern, veranschlagt die Stadt in diesem Jahr rund 2,35 Millionen Euro für Lernmaterialien. Das Geld setzt sich zusammen aus 1,46 Millionen Euro an Aufwendungen für Schulbücher, die den 50 000 Schülern leihweise überlassen werden, Lernmitteln in den Fächern Werken, Hauswirtschaft, Physik und Chemie in Höhe von 609 350 Euro und besagten 280 000 Euro an Unterrichtskopien.

"Sollte die Stadt allerdings für weitere Lernmittel wie Taschenrechner aufkommen müssen, kämen auf Dresden erhebliche Mehrkosten zu", befürchtet Hoffmann. Eine genaue Berechnung sei nur möglich, wenn bekannt ist, was alles unter den Begriff Lernmittel fällt. Die Sprecherin rechnet mit mindestens doppelt so viel Geld, also knapp fünf Millionen Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.04.2012

Katrin Richter

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