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Lokales Dresden zahlt 2,5 Millionen Euro für Beköstigung von Asylsuchenden
Dresden Lokales Dresden zahlt 2,5 Millionen Euro für Beköstigung von Asylsuchenden
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08:55 30.09.2016
Die Stadtverwaltung hat von Januar bis Juni dieses Jahres mehr als zwei Millionen Euro für die Verpflegung von Asylbewerbern bezahlt. Quelle: dpa
Dresden

Die Stadtverwaltung hat von Januar bis Juni dieses Jahres mehr als zwei Millionen Euro für die Verpflegung von Asylbewerbern bezahlt. Im vergangenen Jahr seien Verpflegungskosten in Höhe von 702.000 Euro angefallen. Das teilte der Erste Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) jetzt auf Anfrage von Stadtrat Jens Genschmar (FDP/Freie Bürger) mit. Der durchschnittliche Kostensatz habe 2015 bei 14,79 Euro pro Person und Tag gelegen, in diesem Jahr bei 12,71 Euro.

Die Verträge über die Lieferung von Speisen und Getränken seien im zweiten Halbjahr 2015 geschlossen worden, so Sittel. Wegen der kurzfristigen Notwendigkeit der Versorgung einer Vielzahl von Personen habe es eine Angebotsabfrage bei jeweils mindestens drei verschiedenen Anbietern gegeben. In zahlreichen Asylbewerbunterkünften musste eine zentrale Versorgung eingerichtet werden, da es keine Möglichkeiten für eine Selbstversorgung gab. Das war eine Folge der sehr hohen Zuweisungszahlen im Zuge der Flüchtlingskrise.

Die Landeshauptstadt Dresden muss die Verpflegungskosten aber nicht vollständig selbst tragen, da sie im Gegenzug den Asylbewerbern die finanziellen Regelleistungen kürzen kann. So wurden in diesem Jahr 764 000 Euro nicht an Asylbewerber ausgezahlt. „Somit wurden durch die Landeshauptstadt Dresden Verpflegungskosten von rund 1,25 Millionen Euro finanziert, da die für die Kommune anfallenden Kosten für Asylbewerber nicht durch die Asyl-Pauschale gedeckt sind“, erklärte Sittel.

Die Stadt rechnet für dieses Jahr mit rund vier Millionen Euro Verpflegungskosten und Leistungskürzungen in Höhe von 1,52 Millionen Euro, so dass rund 2,5 Millionen Euro aus der Stadtkasse fließen. In Zukunft soll laut Sittel dazu übergegangen werden, die Selbstversorgung der Asylbewerber zu ermöglichen. Dann würden die Verpflegungsaufwendungen unabhängig von der Zahl der unterzubringenden Asylbewerber sinken.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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