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Dresden wil keine weiteren Hundetoiletten aufstellen

Ärgernis Hundehaufen: Dresden wil keine weiteren Hundetoiletten aufstellen

Mit großen Hoffnungen stellte die Stadt 54 Hundetoiletten an Schwerpunkten auf. Die Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. OB Dirk Hilbert erklärte das Modellprojekt jetzt für gescheitert. Ein Teil der Hundehalter ignoriere die Angebote, gefüllte Kotbeutel würden ganze Straßenzüge verschandeln.

Ärgernis Hundehaufen: Mit Hundetoiletten ist dem Problem nicht beizukommen.
 

Quelle: Archiv

Dresden. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat ein ernüchterndes Fazit für die Modellprojekte mit Hundetoiletten gezogen. „Insgesamt bleibt die Verbesserung der Sauberkeit in den Bereichen der Modellprojekte hinter den Erwartungen zurück“, schreibt der OB auf Anfrage der Linken-Stadträtin Manuela Sägner. Ganze Straßenzüge würden durch verwehte leere Beutel sowie befüllte, aber nicht in die Behälter geworfene Beutel verunreinigt.

Dresden wirft das Hundehaufen-Handtuch

Keine Hundetouiletten mehr - die richtige Entscheidung?

Aufgrund dieser Erkenntnisse sehe die Verwaltung den Einsatz von Hundetoiletten skeptisch. „Einerseits unterstützt das Angebot sicher die Sauberhaltung des öffentlichen Raumes. Andererseits wird durch das unkontrollierte Entsorgen von gefüllten Beuteln in Grünanlagen und Verkehrsgrünflächen der Reinigungsaufwand erhöht“, so Hilbert. Ein normaler Hundehaufen verschwinde bei unterlassener Reinigung mit der Zeit durch biologische Abbauprozesse. „Der mit Hundekot gefüllte, weggeworfene Beutel hingegen wird ewig die Umgebung verunstalten.“

Die Mehrzahl der Stationen werde zwar grundsätzlich genutzt. Jedoch sei lediglich eine leichte Tendenz für den Rückgang der Verschmutzung des Umfeldes durch Hundekot in den Bereichen der Anlagen erkennbar. „Weiterhin werden Hundekothaufen liegen gelassen. Auch in unmittelbarer Nähe der Hundetoiletten“, erklärte Hilbert.

Das Angebot an Hundetoiletten werde von einem Teil der Hundehalter ignoriert, die Vandalismusschäden seien erheblich. „Ausgehend von diesen Erkenntnissen werden zurzeit keine weiteren Hundetoiletten im öffentlichen Verkehrsraum installiert“, kündigt der OB an. Offensichtlich sei es neben der Bereitstellung des Entsorgungssystems von Hundekot zur Erzielung deutlicher Sauberkeitserfolge notwendig, die Anwesenheit von Ordnungskräften vor Ort in hohem Maß zu verstärken.

Die Stadt betreibt gegenwärtig 54 Hundetoiletten. Die Stadtreinigung Dresden bewirtschaftet 27 Dog-Station-Beutelspender und 27 Hai-Dog-Papierkörbe. Die Dog-Stationen wurden von 1999 bis 2007 in Testgebieten wie dem alaunpark, dem Hebbelpark und Straßen in Pieschen aufgestellt. Die Hai-Dog-Papierkörbe kamen 2010 als Modellprojekte im Einzugsbereich von Grünzügen, aber auch im Bereich von Kindergärten dazu. Die laufenden Unterhaltskosten betragen laut Hilbert 21 846,17 Euro.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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