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Lokales Dresden wartet auf den Regen
Dresden Lokales Dresden wartet auf den Regen
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18:25 08.06.2018
Aufgrund der fehlenden Niederschläge ist der Elbpegel auf ein kritisches Niveau gesunken. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Ein richtiger Landregen, das wär´s. Der Satz ist derzeit überall in der Stadt zu hören. Doch darauf werden die Dresdner noch eine Weile warten müssen, wie Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig bestätigt. „Es sind zwar Schauer und Gewitter für das Wochenende gemeldet, aber einen Landregen habe ich nicht zu bieten“.

Und die werden alller Wahrscheinlichkeit nach wieder nur an bestimmten Orten niedergehen. „Gewitter entstehen gern über den Mittelgebirgen. Wenn in den höheren Lagen der Wind fehlt, dann werden diese nicht weitergetragen. Das ist der Grund, warum die Unwetter derzeit nur sehr ortsbegrenzt auftauchen und zu Überflutungen führen“, erklärt Hain. Die derzeitige Trockenheit sei für Dresden zwar nicht ungewöhnlich, wohl aber die Hitze. Auch im Juni scheint sich wieder ein Rekord anzubahnen. „In Klotzsche liegen die Temperaturen im Juni derzeit 3,1 Grad Celsius über dem Durchschnitt“, bestätigt Hein.

Zwar ist der Juni erst wenige Tage alt, doch die Wetterlage der kommenden Tage macht wenig Hoffnung auf Besserung. „Es wird in der kommenden Woche eine leichte Abkühlung geben, die sogenannte Schafskälte. Aber danach steigen die Temperaturen schon wieder“, prognostiziert Hain.

Auch der Pegel der Elbe hat einen neuen Tiefstand erreicht und ist unter die 71 Zentimeter gefallen. Nun herrscht also offiziell Niedrigwasser. Die Sächsische Dampfschiffahrt lässt sich davon nicht beeindrucken. „Wir wissen inzwischen, welche Maßnahmen wir in solchen Situationen ergreifen müssen. Wir beobachten das Wetter und planen 48 Stunden im Voraus. Bleiben die 70 Zentimeter stabil, rechnen wir nicht mit Fahrplanausfällen“; sagt Pressesprecher Robert Rausch. Ist der Andrang bei einer Fahrt sehr groß, setzt das Unternehmen zwei Schiffe ein und verteilt so die Last. Auch mit Tschechien wurde bereits Rücksprache gehalten, doch eine Welle lehnte die Sächsischen Dampffschiffahrt ab. Denn danach käme ja wieder ein Tal.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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