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Dresden verliert auch den letzten Nachtzug nach Budapest und Wien

Verbindung wird eingestellt Dresden verliert auch den letzten Nachtzug nach Budapest und Wien

Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember verliert Dresden seine letzte Nachtzugverbindung. Der Euronight „Metropol“ werde eingestellt, bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage. Die Gründe kenne er nicht, da der Zug eigenwirtschaftlich von der ungarischen Staatsbahn gefahren werde.

Bald Geschichte: der Nachtzug nach Budapest.
 

Quelle: Dominik Brüggemann

Dresden.  Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember verliert Dresden seine letzte Nachtzugverbindung. Der Euronight „Metropol“ werde eingestellt, bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage. Die Gründe kenne er nicht, da der Zug zwischen Berlin und Budapest mit Kurswagen von und nach Wien eigenwirtschaftlich von der ungarischen Staatsbahn gefahren werde.

Reisende, die über Nacht nach Budapest und Wien reisen wollen, müssen künftig eine längere Umsteigezeit in Prag einplanen, geht aus dem Fahrplan hervor. Erst vergangenen Dezember hatte die Deutsche Bahn ihre Nachtzüge zwischen Prag und Zürich beziehungsweise Köln über Dresden ersatzlos eingestellt.

In der DDR war Dresden eine wichtige Station etlicher Nachtzüge zwischen Skandinavien und dem Balkan sowie zwischen Westdeutschland und Polen. Nach der Wende wurden immer mehr Züge aus - wie es gebetsmühlenartig hieß - wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Auch der frühere Interexpress „Metropol“ war aus dem Fahrplan verschwunden und erst vor einigen Jahren wiederbelebt worden.

Der nur noch bis 9. Dezember verkehrende Zug führt ungarische Sitzwagen 2. Klasse, slowakische Liegewagen und tschechische Schlafwagen. In Richtung Budapest/Wien wird der Zug mit einem abendlichen Intercity zwischen Berlin und Dresden vereinigt gefahren, der übrigens aus polnischen Waggons besteht. Morgens nach Berlin fährt der Euronight als separater Zug, für den zwischen Dresden und Berlin aber keine Fahrkarten verkauft werden. Der neue „Metropol“ ersetzte eine Nachtverbindung Wien-Berlin, die einige Jahre als „Spree-Donau-Kurier“ mit Autotransportwagen über Regensburg und Leipzig geführt worden war.

Von Lars Müller

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