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Lokales Süße Versuchung im Dresdner Zwinger
Dresden Lokales Süße Versuchung im Dresdner Zwinger
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10:41 17.05.2018
Das Schokoladenmädchen wird ebenfalls auf dem Schokoladen-Festival anzutreffen sein. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Der Dresdner Zwinger verwandelt sich in diesem Jahr in ein Schlaraffenland für Naschkatzen: Vom 9. bis 11. November findet Dresdens erstes Schokoladen-Festival „Choco-Classico“ statt.

Einst hatte Dresden den Titel der Schokoladenhauptstadt Deutschlands inne: „Im 17. Jahrhundert ließ August der Starke, der Schokolade geliebt hat, hier in Masse produzieren“, sagt Veranstalter Ronny Kürschner. Damals war sie noch sehr teuer, der normale Bürger konnte sie sich kaum leisten.

Treffen mit dem Schokoladenmädchen

Bis zu 28 Schoko- und Zuckerfabriken produzierten in der Landeshauptstadt und beschäftigten damals über 7000 Angestellte. Namhafte Fabriken von Gottfried Jordan und August Friedrich Timaeus lieferten von hier aus schon über die Landesgrenzen hinaus. Der Veranstalter Schokoladen und Kunst e.V. möchte nun an diese alte Tradition erinnern.

Natürlich darf deshalb auch das Schokoladenmädchen nicht fehlen. Die menschgewordene Figur aus dem berühmten Gemälde von Jean-Étienne Liotard verkörpert Schauspielerin Henriette Ehrlich vom Radebeuler Welttheater. Sie wird den Besuchern Rede und Antwort stehen und Wissenswertes rund um die beliebte Süßigkeit erklären. „Ich finde die Geschichte so spannend – es gibt so viel zu erfahren und erzählen“, sagt Ehrlich.

Regionale und Internationale Aussteller im Zwinger

Kurz vor der Adventszeit werden sich dann 80 Manufakturen aus der ganzen Welt im Innenhof des Zwingers präsentieren. Wie viele es genau werden, hängt unter anderem davon ab, ob auch der Zwingerboden noch einmal für Rohrverlegungen aufgerissen werden muss.

Die Veranstalter achten nach eigenen Angaben auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen regionalen und internationalen Ausstellern. Einige haben ihre Teilnahme schon zugesagt, darunter Manufakturen aus Spanien. Bewerbung sind bis 30. Juni möglich.

Naschen ohne Ende

Ein lokaler Teilnehmer steht schon jetzt fest: Konditormeister Jens Gradel. Er ist Obermeister der Dresdner Konditoren-Innung und Sieger der Olympiade der Patisserie 2004. „Man kann so viel mit Schokolade machen, sie frei formen, individuell färben und verzieren. Das möchte ich den Leuten zeigen“, erzählt er.

Was die Gäste erwartet, soll nach Angaben von Kürschner geheim bleiben. Sicher ist aber, dass allerlei kunstvolle Schokoladenskulpturen und verzierte Produkte zu bestaunen und vernaschen sein werden. Auch Pralinenkurse stehen auf dem Programm.

Eintrittskosten noch unklar

Die Gäste können im Zwinger herumschlendern, sich bei einer Tasse heißer Schokolade aufwärmen und bei der Gelegenheit vielleicht das ein oder andere Weihnachtsgeschenk besorgen. Touristen bleibt derweil nichts anderes übrig, als den Eintritt ebenfalls zu zahlen, um den Zwinger-Innenhof zu sehen. Die Preisverhandlungen stehen noch aus.

Passend zum Festival läuft vom 28. September bis 6. Januar 2019 eine Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) in der Gemäldegalerie, die sich dem Schokoladenmädchen-Originalpastell widmet. Das Bild befindet sich in Besitz der SKD, seit es der Kunsthändler Algarotti 1745 direkt vom Künstler für die Dresdener Gemäldesammlung abgekauft hat.

Von Katharina Jakob

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