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Lokales Dresden und die Welt im Jahr 1994
Dresden Lokales Dresden und die Welt im Jahr 1994
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09:11 29.12.2018
Im September nimmt die Rollende Landstraße (ROLA) zwischen Dresden und Lovosice den „Huckepackverkehr“ auf. Quelle: Archiv/dpa
Dresden

11. April: Das Gymnasium Dresden-Zschertnitz erhält wieder den Namen „Vitzthum-Gymnasium“.

15. April: Sanierungsbeginn der Yenidze: Bis 1997 wird das außergewöhnliche Baudenkmal für etwa 75 Millionen D-Mark aufwendig saniert und zum Bürohaus umgebaut. Dabei erhält auch die Kuppel der ehemaligen Zigarettenfabrik ihr farbiges Glas zurück. Unter der Kuppel befindet sich ein Restaurant mit der höchsten Dachterrasse der Stadt. Zudem werden dort orientalische Märchen gelesen.

27. Mai: Nach der abgeschlossenen Enttrümmerung wird der erste Stein zum Wiederaufbau der Frauenkirche gesetzt.

6. Juni: In Anwesenheit von Bundeskanzler Helmut Kohl wird im Norden Dresdens der Grundstein für den späteren Halbleiterstandort Dresden gelegt. Der Elektronikkonzern Siemens AG baut in der Dresdner Heide, am Standort einer ehemaligen Kaserne der Sowjetarmee, für 2,7 Milliarden Mark die modernste Halbleiterfabrik Europas.

Bundeskanzler Helmut Kohl bei der Grundsteinlegung für die Siemens Chip-Fabrik. Quelle: Archiv/dpa

12. Juni: Oberbürgermeisterwahl in Dresden: Amtsinhaber Herbert Wagner erhält zwar mit 38,6 Prozent die meisten Stimmen, dennoch ist ein zweiter Wahlgang erforderlich, denn die PDS-Kandidatin Christine Ostrowski kommt auf 19,2 Prozent. In der zweiten Runde am 26. Juni erhält Wagner mit 54,8 Prozent die absolute Mehrheit.

Am 31. August sprudeln am Albertplatz wieder die „Stürmischen Wogen“. Der Brunnen – ein Pedant zum „Stillen Wasser“ gegenüber – musste 1945 dem von Otto Rost geschaffenen sowjetischen Ehrenmal weichen. Das wird ab März 1994 abgetragen und im Mai unweit des Militärhistorischen Museums in der Dresdner Albertstadt in einer kleinen Parkanlage wieder aufgebaut.

11. September: Bei der Landtagswahl in Sachsen verteidigt die CDU ihre absolute Mehrheit, die SPD verliert, die PDS gewinnt hinzu. FDP und Neues Forum sind nicht mehr im Landtag vertreten.

25. September: Die „Rollende Landstraße“ (Rola) nimmt ihren Verkehr zwischen Dresden-Friedrichstadt und dem böhmischen Lovosice auf. Der vom Freistaat Sachsen stark subventionierte „Huckepackverkehr“ für Lkw soll bis zur Fertigstellung der A 17 vor allem die B 170 entlasten. Die EU-Osterweiterung führt zur Einstellung der Verbindung, da die Auslastung einbricht. Sie liegt zuletzt unter zehn Prozent. Am 19. Juni 2014 stellt die Rola den Betrieb ein.

3. Oktober: Der Theaterkahn an der Augustusbrücke wird feierlich eingeweiht und dient fortan als Spielstätte für das „Dresdner Brettl“. Theatergründer und Intendant Friedrich-Wilhelm Junge war auf der Suche nach einer eigenen Spielstätte auf den Schleppkahn aufmerksam geworden.

Im Dezember wird das 1. Dresdner Stollenfest gefeiert. Seitdem findet es alljährlich am Sonnabend vor dem zweiten Advent statt.

Deutschland, Europa und die Welt

1. Januar: In Deutschland wird die Eisenbahn privatisiert; die Deutsche Bundesbahn und die Deutsche Reichsbahn werden zusammengeführt und in die Deutsche Bahn AG umgewandelt.

1. Januar: Das Europäische Währungsinstitut (EWI) wird gegründet und das Abkommen über die Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) tritt in Kraft.

12. Februar: Die XVII. Olympischen Winterspiele im norwegischen Lillehammer werden eröffnet. Sie sind die ersten Spiele außerhalb des „normalen“ Zyklus, der vom Internationalen Olympischen Komitee geändert wurde, um alle zwei Jahre abwechselnd Winter- und Sommerspiele auszurichten.

21. März: Das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen tritt in Kraft.

22. März: Steven Spielbergs Holocaust-Drama „Schindlers Liste“ wird mit sieben Oscars ausgezeichnet.

27. März: Bei den Parlamentswahlen in Italien wird die Partei Forza Italia des Medienunternehmers Silvio Berlusconi zu einer dominierenden Kraft und ermöglicht ihm die Bildung einer Mitte-rechts-Regierung.

5. April: Kurt Cobain, Sänger der Rockband Nirvana, begeht Selbstmord. Er wird mit einer Überdosis Heroin und einem Kopfschuss tot in seinem Haus gefunden.

Kult-Rocker Kurt Cobain begeht Selbstmord. Quelle: Archiv/dpa

6. April: Das Flugzeug mit dem ruandischen Staatspräsidenten Juvénal Habyarimana und dem burundischen Staatspräsident Cyprien Ntaryamira an Bord wird abgeschossen. Es beginnt der Völkermord in Ruanda – Hutus ermorden fast eine Million Tutsis.

15. April: Gründung der Welthandelsorganisation WTO

22. April: Mit der Festnahme von Arno Funke, der zuvor als anonymer Kaufhauserpresser Dagobert Schlagzeilen machte, endet einer der am längsten dauernden Erpressungsfälle in Deutschland.

27. April: In Südafrika tritt nach dem Ende der Apartheid eine neue Verfassung in Kraft. Sie garantiert den Menschen aller Rassen die Gleichberechtigung und das Wahlrecht. Die Homelands werden wieder mit Südafrika vereinigt.

30. April und 1. Mai: Tragisches Formel-1-Wochenende im italienischen Imola: Im Training verunglückt Roland Ratzenberger, im Rennen der dreifache Weltmeister Ayrton Senna tödlich.

Formel 1-Pilot Ayrton Senna verunglückt beim Großen Preis in Imola. Quelle: Archiv/dpa

10. Mai: Nelson Mandela wird erster schwarzafrikanischer Präsident Südafrikas.

29. Mai: Erich Honecker stirbt in Chile.

11. Juni: § 175 StGB zur männlichen Homosexualität wird in Deutschland gestrichen.

17. Juni bis 17. Juli: Fußball-WM in den USA: Brasilien schlägt Italien im Endspiel.

27. Juni: Errichtung der Bistümer Erfurt, Görlitz und Magdeburg; Erhebung des Bistums Berlin zum Erzbistum

8. Juli: Beim G7-Gipfeltreffen der westlichen Industrienationen in Neapel nimmt erstmals mit Boris Jelzin ein russischer Präsident an den Beratungen teil.

8. Juli: Der nordkoreanische Staatsgründer und jahrzehntelange Diktator des Landes, Kim Il-sung, stirbt im Alter von 82 Jahren.

12. Juli: Das Bundesverfassungsgericht hält Auslandseinsätze der Bundeswehr unter UN-Mandat für grundgesetzkonform.

5. August: In Havanna kommt es zu den schwersten Unruhen seit Macht- antritt Fidel Castros. In Folge dessen hebt Kubas Regierung die Bewachung der Küstengewässer auf und löst dadurch eine Massenflucht in die USA aus.

31. August: Die russische Westgruppe wird in Berlin offiziell von ihrem Präsidenten Boris Jelzin und Bundeskanzler Helmut Kohl aus Deutschland verabschiedet.

28. September: Untergang der Passagierfähre „Estonia“ auf der Fahrt von Tallinn nach Stockholm: Bei dem Unglück verlieren 852 Menschen ihr Leben.

3. Oktober: Heinz Rühmann stirbt in seinem Haus am Starnberger See. Der beliebte Schauspieler wird zunächst in Komödien eingesetzt – so als Hans Pfeiffer in „Die Feuerzangenbowle“. In der Nachkriegszeit macht er sich als Charakterdarsteller einen Namen, so etwa in „Der Hauptmann von Köpenick“, „Das Narrenschiff“ und in „Es geschah am hellichten Tag“.

16. Oktober: Die Bundestagswahl, die zweite nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten, gewinnt die CDU. Helmut Kohl bleibt Kanzler einer CDU/CSU-FDP-Koalition.

11. November: Der Codex Leicester, eine gebundene Sammlung von wissenschaftlichen Schriften, Notizen, Skizzen und Zeichnungen Leonardo da Vincis, wird vom Auktionshaus Christie’s für 30,8 Millionen Dollar an den Unternehmer Bill Gates versteigert. Damit ist der Kodex die teuerste jemals verkaufte Handschrift der Welt.

13. November: Michael Schumacher wird erster deutscher Formel-1-Weltmeister vor seinem Konkurrenten Damon Hill.

14. November: Der Eurotunnel zwischen Calais in Frankreich und Folkestone in England wird freigegeben.

16. November: Das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen tritt in Kraft.

18. Dezember: Jean-Marie Chauvet entdeckt in Südfrankreich die nach ihm benannte Chauvet-Höhle mit 300 Höhlenmalereien, die über 30 000 Jahre alt sind.

Geboren werden unter anderem die Sänger Justin Bieber und Harry Styles, der Fußballer Matthias Ginter und die Schauspielerinnen Dakota Fanning und Vivien Wulf.

Gestorben sind unter anderem die Schriftsteller Marianne Bruns, Erwin Strittmatter und Golo Mann, die Schauspieler Melina Mercouri, Telly Savalas, Burt Lancaster, John Candy und Gian Maria Volonté, der Politiker Richard Nixon und Jacqueline Kennedy Onassis.

Von Monika Löffler

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