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Dresden und Radebeul: Wohnraum kaufen wird attraktiver und teurer

Wohnimmobilien-Marktbericht Dresden und Radebeul: Wohnraum kaufen wird attraktiver und teurer

Mieten und Eigentum kaufen in Dresden und Radebeul ist seit 2012 deutlich teurer geworden. Das ist das wenig überraschende Fazit des Wohnimmobilien-Marktberichtes, den die Direktoren der Hypovereinsbank in Dresden vorgestellt haben.

Der Wohnimmobilienmarkt in Dresden und Radebeul. Die Karte zeigt die Mieten und Preise im Überblick.
 

Quelle: Grafik: Hypovereinsbank

Dresden.  Mieten und Eigentum kaufen in Dresden und Radebeul ist seit 2012 deutlich teurer geworden. Das ist das wenig überraschende Fazit des Wohnimmobilien-Marktberichtes, den die Direktoren der Hypovereinsbank gestern in Dresden vorgestellt haben. Das Gute daran: „Wer vor einigen Jahren in Radebeul eine Wohnung oder ein Haus gekauft hat, der hat gut investiert. Seit dem ist der Wert um ein Drittel gestiegen“, berichtet Matthias Woldt, Vertriebsdirektor der Hypovereinsbank für Sachsen.

In den vergangenen vier Jahren seien sowohl die Miet- und als auch die Immobilien-Kaufpreise angezogen. Die allgemein deutlich gestiegenen Preise in Dresden hängen mit der wachsenden Bevölkerungszahlen und der steigenden Nachfrage zusammen. So gebe es gerade für 2-Raum-Wohnungen eine große Nachfrage. Der Anteil an Singlehaushalten ist in Dresden auf 52 Prozent gestiegen. „Besonders gefragt und schwer zu bekommen sind kleine Eigentumswohnungen in der Altstadt,“ fügt André Schnabel, Filialdirektor der Bank in der Neustadt, an. Gerade ältere Bürger, die in jungen Jahren außerhalb gebaut haben, strebten einen Alterswohnsitz in der Innenstadt an.

 

Mieten und Preise im Überblick.

Mieten und Preise im Überblick.

Quelle: Grafik: Hypovereinsbank

Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus ist die Investition in Wohneigentum im Moment besonders attraktiv. Die Prognose lautet, dass sich daran in den nächsten fünf bis sechs Jahren nicht viel ändern wird. Daher gibt es selbst für hochpreisige Objekte in den besonders beliebten Stadtteilen wie Loschwitz, Striesen und Blasewitz sowie überall an den Elbhängen eine große Nachfrage. Dabei handle es sich nicht etwa um auswärtige Großinvestoren, sondern oft um private Interessenten aus der Stadt oder der Region. Hier würden auch schon mal Liebhaberpreise bezahlt, die über dem Marktwert lägen.

„Solche Ausreißerpreise sind aber eher die Ausnahme. Wir achten sehr auf die Seriosität unserer Investoren. Für Mietobjekte gilt: Wer es ernst meint, wünscht sich langfristige Mietverträge, geht mit den Preisen nicht bis an die Obergrenze des Mietspiegels und presst nicht kurzfristig Höchstmieten heraus,“ erläutert Matthias Woldt.

Der Vertriebsdirektor lobt die generelle Zahlungsmoral der hiesigen Darlehenskunden. Hier werde konservativ mit langen Laufzeiten gerechnet. Eine Immobilienblase wie in anderen Regionen sei für Dresden daher keinesfalls zu erwarten.

Nur fünf Prozent aller Dresdner Haushalte sind Eigentumswohnungen. Damit liegt die sächsische Hauptstadt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von
14 Prozent. Da die Mietpreise in den guten und sehr guten Wohnlagen inzwischen um die zehn Euro, ja bis 13 Euro, pro Quadratmeter lägen, sei es für viele Mieter eine Überlegung wert, eine Eigentumswohnung zu erwerben und statt Miete zu zahlen lieber in eigenen Wohnraum zu investieren. Wenn ein Eigenkapital von mindestens zehn Prozent des Kaufwertes vorläge, seien mit monatlichen Raten in Miethöhe plus Nebenkosten zu rechnen, so die Hypovereinsbank.

Mieter können ein wenig durchatmen: Nach Jahren mit sprunghaft steigenden Mieten mit Werten bis zu 20 Prozent würden sich die Mietpreise nun viel moderater entwickeln. Für die nächsten Jahre erwarten die Experten nur noch einen Anstieg von zwei bis drei Prozent im Jahr.

Das statistische Landesamt Sachsen rechnet gerade für Dresden weiterhin mit stark wachsenden Einwohnerzahlen. Bis 2030 könnte die Bevölkerung auf die 600 000 zugehen und damit um rund zehn Prozent gegenüber dem Basisjahr 2014 zunehmen.

Das ist eine Entwicklung gegen den allgemeinen Trend in Sachsen: Trotz guter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und Infrastruktur etwa in Chemnitz und Zwickau werden im Freistaat sinkende Einwohnerzahlen prognostiziert.

Derweil werden in Dresden immer mehr Wohnungen fertiggestellt. Mit den Bauvorhaben für Eigentumswohnungen wie Quartier Striesen, Werftquartier Übigau, Stadtquartier Dresden und Hafen 01 befinden sich 500 Wohneinheiten vor der Übergabe. Zudem will die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit eine Wohnungsbaugesellschaft gründen, die preisgünstige Mietwohnungen anbieten und den Markt zu Gunsten der Mieter entspannen soll.

Von Claudia Atts

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