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Lokales Dresden stellt aktuellen Kita-Fachplan vor
Dresden Lokales Dresden stellt aktuellen Kita-Fachplan vor
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20:37 09.09.2015
Dresden will in den kommenden Jahren 3000 weitere Kita-Plätze schaffen, um den Rechtsanspruch auch künftig zu erfüllen. Quelle: dpa

Dresden erfüllt derzeit den seit 1. August 2013 geltenden Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz, muss aber in den kommenden Jahren weitere 3000 Plätze schaffen.

Die vergangenen Jahre waren eine Kraftanstrengung für die Landeshauptstadt und ihren Eigenbetrieb: Allein zwischen 2008 und 2013 wurden 91 zusätzliche Krippen- und Kindergarten-Standorte gebaut und damit Plätze für rund 9100 Kinder geschaffen. „Diese enormen Anstrengungen zeigen jetzt ihre Wirkung“, sagte Bürgermeister Seidel. Derzeit werden an 366 Standorten etwa 31.300 Kinder bis zum Schuleintritt betreut. Manche Stadtgebiete, beispielsweise Pieschen, sind allerdings nach wie vor unterversorgt. Einige Eltern nehmen auch den angebotenen Platz nicht wahr, sondern warten, bis ihr Sprössling die Wunsch-Kita oder eine Einrichtung in Wohnortnähe besuchen kann.

Im kommenden Schuljahr steigt der Bedarf an Kita-Plätzen auf rund 32.200. Dabei geht die Landeshauptstadt von einer Nachfragequote von 86 Prozent für die Ein- bis Dreijährigen sowie 98 Prozent für Kindergartenkinder aus. „Diese Quoten basieren auf der repräsentativen Elternbefragung vom März 2012 und den Nachfragequoten des zurückliegenden Schuljahres“, erläuterte Seidel.

Quelle: dpa
Laut aktueller Prognose der Kommunalen Statistikstelle der Landeshauptstadt ist bis 2023 bei den Kindergartenkindern mit einem weiter steigenden Platzbedarf zu rechnen. Erst ab 2024 könnten die Zahlen wieder sinken. Deshalb lässt die Stadtverwaltung in den kommenden drei Jahren rund 3000 zusätzliche Betreuungsplätze an 26 Standorten einrichten. Kostenpunkt: etwa 33 Millionen Euro. Zwei der Bauprojekte sind allerdings finanziell noch nicht abgesichert.

Sollte der Bedarf an Kita-Plätzen wieder sinken, könne die Stadt Dresden mit ihren Gebäuden flexibel reagieren, so Seidel. So könnten beispielsweise Container-Kitas, die sogenannten mobilen Raumeinheiten, wieder entfernt werden.

Zukunft der Gitterseer Kita „Stadtrandentdecker“ ist politische Entscheidung

Zum Streit um den Kindergarten „Stadtrandentdecker“ in Gittersee, der wegen Brandschutzmängeln geschlossen werden soll, sagte Seidel, dass die Kinder auf jeden Fall im Sommer 2014 das Haus verlassen müssten. Ob das Gebäude dann für 600.000 Euro saniert oder aufgegeben wird, sei eine politische Entscheidung des Stadtrates.

Mehr Hortplätze benötigt – Schulen platzen aus den Nähten

Der Fachplan geht auch auf die Betreuungskapazitäten für Hortkinder ein. Rund 17.200 sind es im laufenden Schuljahr, 600 mehr sollen es 2014/15 sein. Hier liegt die Annahme zugrunde, dass 94 Prozent der Grundschüler nachmittags einen Hort besuchen wollen oder sollen. Zum Vergleich: Im Schuljahr 2008/09 betrug diese Nachfragequote lediglich 82 Prozent, rund 13.000 Plätze standen zur Verfügung.

Die Hortplanungen sind wesentlich schwieriger, denn dafür müssen sich der Eigenbetrieb Kindertagesstätten und das Schulverwaltungsamt abstimmen. Die beiden Einrichtungen gehören zu verschiedenen Geschäftsbereichen und haben auch keinen gemeinsamen Haushalt. „Diese abgestimmten Fachplanungen sind ein weiterer Schritt einer Qualitätsentwicklung in der Landeshauptstadt“, schätzt Bürgermeister Seidel ein.

Problematisch ist zudem, dass nur wenige Horte außerhalb von Schulen angesiedelt sind, sondern die Horte meistens Schulräume nutzen. Da aber auch die Schülerzahlen steigen, benötigen viele Schulen mehr Zimmer. Für das gemeinsam erstellte Nutzungskonzept für Horte in Schulen wurde bereits eine Maximalkapazität von 28 Schülern pro Klassenzug zugrunde gelegt – früher waren es 25.

ttr

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