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08:13 28.08.2018
Den Gästen Angebote unterbreiten: Matthias Hundt. Quelle: DIG
Dresden

„Wir wollen keine Rabattschlacht, sondern den Gästen unserer Stadt interessante Angebote unterbreiten“, erklärt Matthias Hundt von der Geschäftsleitung der Dresden Information GmbH (DIG) das Ziel der Welcome Card, die jedem Übernachtungsgast in seinem Hotel oder seiner Pension überreicht wird. In allen städtischen kulturellen Einrichtungen von der Staatsoperette bis zum Stadtmuseum erhalten die Karten-Inhaber 20 Prozent Rabatt. Im September wird das Angebot der Card deutlich erweitert, so Hundt.

Die Altmarkt Galerie wird über die Dresden Card den Gästen der Stadt das ganze Jahr über Angebote unterbreiten, der Zoo kommt ebenso hinzu wie die städtische Bäder GmbH. Aber auch der Eigenbetrieb Sportstätten wird sich mit seinen umfangreichen Möglichkeiten an dem Projekt beteiligen, kündigt der Tourismusexperte an.

Die Vorteilskarte wird nicht als Plastikkarte ausgegeben, sondern auf einem Papierbogen. Dahinter steckt Absicht, so Hundt: „Bei einer Auflage von 1,8 Millionen im Jahr lässt sich Plastik nicht finanzieren.“ Im Papierformat passe die Card in jedes Portmonee. Der aufgedruckte Barcode lasse sich bequem mit dem Handy scannen – dann stünden den Besuchern viele Angebote elektronisch zur Verfügung.

Mit einem Veranstaltungskalender können sich die Gäste über die Angebote des Tages oder der Woche informieren und gleich selbst ihr Ticket beispielsweise für eine Vorstellung in der Staatsoperette oder ein Konzert der Philharmonie im Kulturpalast buchen. Technikaffine Gäste können sich die Eintrittskarte aufs Smartphone schicken lassen. Besucher, die es traditionell wünschen, lassen sich das Ticket an der Rezeption ihres Hotels ausdrucken. „Wir sind auf jedes Hotel zugegangen und haben über die Card informiert.“

Die DIG arbeite ständig an neuen Angeboten für die Welcome Card, so Hundt. „Wir müssen die Karte so attraktiv wie möglich gestalten, weil wir wollen, dass sich die Gäste willkommen fühlen.“ So könnten sich beispielsweise Gastronomen zusammentun und Dresden-typische Menüs zum Spezialpreis anbieten. Eine große Herausforderung bestünde darin, die verschiedensten Ticket-Systeme der einzelnen Kulturveranstalter zusammenzuführen.

Natürlich gelten die 20 Prozent Rabatt auch für die anderen Vorteilskarten aus dem Haus DIG. Insofern sind auch die Staatlichen Kunstsammlungen in das Begrüßungspaket für die Dresden-Touristen involviert, weil mit der MuseumsCard auch Angebote des Freistaats genutzt werden können. Auch der Öffentliche Personennahverkehr ist mit dabei. Wer die ÖPNV-Card bucht, mit der die Angebote der Dresdner Verkehrsbetriebe genutzt werden können, erhält 20 Prozent Ermäßigung.

Die Welcome Card wurde auf Beschluss des Stadtrats zur Eröffnung des Striezelmarktes Ende November 2017 eingeführt. Die Gäste sollen sich in der Stadt willkommen fühlen, wurde der Beschluss begründet. „Dresden hat so viele und breit gefächerte Angebote, die wir den Touristen nahebringen wollen“, erklärt Hundt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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