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Lokales Dresden schreibt erstmals Integrationspreis aus
Dresden Lokales Dresden schreibt erstmals Integrationspreis aus
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15:59 31.08.2016
Gesucht werden vorbildliche Aktivitäten des interkulturellen Engagements, die einen nachhaltigen Beitrag für ein vielfältiges, weltoffenes und solidarisches Miteinander in der Dresdner Stadtgesellschaft leisten Quelle: dpa
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Dresden

 2015 war ein turbulentes Jahr, sagt Dresdens Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann (Die Linke) und spielt damit auf die Ankunft von 4178 Flüchtlingen in der Stadt an. „Damals stand die Unterbringung dieser Menschen im Mittelpunkt. 2016 ist das Jahr der Integrationsarbeit“, so Kaufmann. Um die Arbeit zahlreicher Ehrenamtlicher zu würdigen, die Asylsuchenden das Ankommen in den vergangenen Monaten erleichtert haben, ruft die Stadt erstmals einen Integrationspreis aus. Das kündigte Kaufmann am Mittwoch an.

„Gesucht werden vorbildliche Aktivitäten des interkulturellen Engagements, die einen nachhaltigen Beitrag für ein vielfältiges, weltoffenes und solidarisches Miteinander in der Dresdner Stadtgesellschaft leisten. Es geht um herausragende Leistungen und ganz alltägliche Dinge gleichermaßen“, so die Sozialbürgermeisterin.

Zahlen & Fakten

In Dresden sind derzeit 18 Willkommensbündnisse und zwölf stadtweit agierende Vereine und Initiativen in der Flüchtlingshilfe aktiv.

Rund 3000 Ehrenamtliche engagieren sich regelmäßig auf diesem Gebiet.

Zurzeit gibt es 26 Begegnungscafés, die ein- bis zweimal pro Woche öffnen. Zehn dieser Angebote sind speziell für Frauen (Mehr: www.dresden.de/fluechtlingshilfe; Rubrik „Flüchtlingen begegnen“)

800 Dresdner haben eine Patenschaft für einen einzelnen Flüchtling oder eine Familie übernommen und unterstützen sie regelmäßig (Kontakt: Susann Binder, Tel.: 0176/61 25 08 03 von Mo-Fr 10-15 Uhr, Mail: patenschaften@susannbinder.de)

Koordinator aller Willkommensbündnisse und Ansprechpartner für neue Initiativen ist Clemens Hirschwald. Er vernetzt, berät, informiert und unterstützt (Kontakt: Tel.: 488 14 42, Mail: chirschwald@dresden.de)

Schon jetzt seien vor Ort starke Partnerschaften gewachsen – das zeige das Engagement von Unternehmen und der Zivilgesellschaft gleichermaßen. Kaufmann verwies etwa auf betriebsnahe Sprachkurse, die von sechs Dresdner Firmen unterstützt werden, stellte aber vor allem die Vermittlung von Patenschaften in den Fokus. „Alte und neue Dresdnerinnen und Dresdner kommen so direkt und auf Augenhöhe in Kontakt“, sagte sie.

Initiativen, Verbände und Unternehmen, die im besonderen Maße Verantwortung übernehmen und sich für die Integration von Migranten einsetzen, können sich bis zum 2. Oktober bewerben. Eine Jury – berufen von Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) – wählt die Preisträger aus. Sie werden dann am 20. Dezember im Rahmen einer Feierstunde geehrt. Der Integrationspreis ist mit 5000 Euro dotiert und soll keine Eintagsfliege bleiben, wie Kaufmann ankündigt. Zwar sei bisher nicht klar, ob die Verleihung jährlich stattfinden wird, in den Doppelhaushalt 2017/2018 ist der Preis aber bereits eingestellt.

Und eine weitere frohe Botschaft konnte die Sozialbürgermeisterin am Mittwoch verkünden. Die Landeshauptstadt erhält für die nächsten zwei Jahre eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) über 300 000 Euro. Mit diesen Mitteln können drei Bildungskoordinatoren für Asylsuchende angestellt werden, die ab Herbst im Hort und im schulischen Bereich, aber auch in der Erwachsenenbildung zum Einsatz kommen.

Die Teilnahmebedingungen und das Onlineformular für den Integrationspreis finden Interessierte im Internet unter www.dresden.de/integrationspreis.

Von Christin Grödel

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