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Lokales Dresden präsentiert sich als führender 5G-Standort auf der Hannovermesse
Dresden Lokales Dresden präsentiert sich als führender 5G-Standort auf der Hannovermesse
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10:36 24.03.2019
Der mobile Hochgeschwindigkeits-Übertragungsstandard steht im Zentrum der Dresdner Präsentation in Hannover. Quelle: dpa
Dresden/Hannover

In wenigen Tagen öffnet mit der Hannovermesse (1.-5. April 2019) eine der größten Industrieschauen weltwelt ihre Tore – und Dresden will sich dort als führender Standort für den Mobilfunk der 5. Generation (5G), für das Zusammenspiel von Mensch und Maschine und das Internet der Dinge präsentieren.

„Mit dem neuen Mobilfunkstandard steht uns eine digitale Revolution ins Haus, die insbesondere der Industrie neue Möglichkeiten eröffnet“, betonte Chef-Wirtschaftsförderer Robert Franke im Vorfeld der Messe. Ihm sei es daher wichtig, die Branchenvertreter aus aller Welt von den besonderen Dresdner Kompetenzen beispielsweise in der 5G-Forschung, aber auch in der Hard- und Softwareentwicklung zu überzeugen.

Viele gute Beispiele

Beispiele: Die Airrays GmbH (gegründet 2013, hat jetzt 60 Mitarbeiter) zeigt flexibel anpassbare MMIMO-Antennen (Massive Multiple Input Multiple Output) für die neuen 5G-Netze. „Weltweit gibt es nur fünf andere Anbieter für diese Antennen, darunter bekannte Konzerne wie Samsung und Nokia“, sagt Airrays-Chef Wolfram Drescher. Ein Telekommunkations-Konzern aus Asien habe sich aber für die Dresdner Technologie entschieden, um seine Mobilfunknetze zunächst nach dem 4G- und später 5G-Standard aufzurüsten.

Die SQL Projekt AG (1992 gegründet, jetzt 50 Mitarbeiter) präsentiert auf der Messe seine „Transconnect“-Software, die im Gespann mit 5G-Vernetzung die Vollautomatisierung in der mittelständischen Industrie unterstützen soll. Auch in Verlagen und Krankenhäusern sei diese Lösung schon im Einsatz, informierte Vorstand Stefan Ehrlich. „Durch 5G sehen wir jetzt ganz neue Potenziale.“

Michael Kaiser leitet das „Smart System Hubs" in Dresden und zeigt das Modell eines autonom navigierenden Gabelstaplers, der sich per 5G-Funk mit anderen Maschinen vernetzt. Quelle: Heiko Weckbrodt

Die Dresdner Telekomtochter „T-Systems Multimedia Solutions GmbH“ (auch MMS genannt, 1996 gegründet, jetzt rund 1000 Mitarbeiter in Dresden) fokussiert sich bei ihrem Messeauftritt auf 5G-Campusnetzwerke. Gemeint sind damit erste und zunächst noch abgeschottete 5G-Testnetzwerke in Fabriken, Häfen oder Bürohäusern, die zeigen, dass der neue Mobilfunkstandard mehr kann als Daten nur einfach schneller übertragen. Vielmehr gehe es da um die industrielle Echtzeit-Vernetzung von Maschinen und Fahrzeugen, um digitale Zwillinge und Künstliche Intelligenzen (KIs), die Chirurgen assistieren, erklärte MMS-Geschäftsführer Ralf Pechmann.

Andere Unternehmen aus Dresden sind auf mobile und heizende Rechenzentren („Cloud & Heat“) spezialisiert, zeigen auf der Messe digitale Energielösungen (Robotron), Supraleit-Technik (Evico), virtuelle Industriewelten (3DIT) und vieles mehr. Der Verbund „Smart Systems Hub“ will ein Positionspapier vorstellen, wie eine gemeinsame deutsche Technologieplattform für das Internet der Dinge funktionieren kann. „Wir hoffen, dadurch auch Wertschöpfung vor Ort zu erzeugen“, sagte Hub-Chef Michael Kaiser.

Insgesamt präsentieren mindestens 44 Unternehmen und Institutionen aus Dresden ihre neuesten Produkte und Technologien auf der Hannovermesse. Und die Wirtschaftsförderer hoffen bei der Gelegenheit auf Mitnahmeeffekte. „Wir haben mehrere Ansiedlungsanfragen aus Asien bekommen“, berichtet Robert Franke. Seine Hoffnung: auf der Hannovermesse aus Anfragen auch Investitionen zu machen.

Von Heiko Weckbrodt

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