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Lokales Dresden plant neues 100-Millionen-Kraftwerk in Reick
Dresden Lokales Dresden plant neues 100-Millionen-Kraftwerk in Reick
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14:06 19.02.2018
In Reick soll das neue Kraftwerk entstehen.  Quelle: PR
Dresden

 Die Stadtwerke Dresden GmbH (Drewag) planen am Standort Reick den Bau eines neuen Kraftwerkes für rund 100 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat des städtischen Unternehmens soll am 28. Februar auf einer Sondersitzung über die Investition entscheiden. Das geht aus Unterlagen hervor, die die Drewag jetzt den Aufsichtsräten zur Verfügung gestellt haben.

Die Zeit für die Investitionsentscheidung drängt. Noch wird die Kraft-Wärme-Kopplung vom Bund mit hohen Zuschüssen bedacht, außerdem soll es Mittel für den Neubau über vermiedene Netznutzungsentgelte geben. Ob eine neue Bundesregierung die aktuellen Programme fortsetzt, ist nicht abzusehen.

Bereits im vergangenen Jahr haben die Drewag den Aufsichtsräten die Vorplanung für ein hochflexibles Kraftwerk mit 80 Megawatt Spitzenleistung vorgestellt, das im Inneren in Modulbauweise errichtet werden soll. So könnte die Leistung durch den Einbau neuer Module je nach Bedarf erhöht werden.

Das neue Kraftwerk soll den Unterlagen zufolge „schwarzstartfähig“ sein. Es könnte bei einem flächendeckenden Stromausfall, einem sogenannten „Blackout“, mit eigenen Ressourcen hochgefahren werden und einzelne Stadtteile von Dresden mit Strom versorgen. Die Landeshauptstadt Dresden wurde bereits vom Freistaat Sachsen aufgefordert, einen eigenen Notfallplan für das Szenario „Blackout“ zu erarbeiten.

Das neue Kraftwerk in Reick könnte langfristig auch das Kraftwerk Nossener Brücke ersetzen, das zwar 2015 für rund 37 Millionen Euro modernisiert wurde, aber dessen Lebensdauer trotzdem begrenzt ist. In einem Strategiepapier für den Aufsichtsrat ist von einem Lebensende im Jahr 2035 die Rede – noch mit einem Fragezeichen versehen.

Die Drewag betreiben an der Liebstädter Straße in Reick einen Innovationsstandort mit Batteriespeicher, Photovoltaikanlage, Heizkraftwerk und Wärmespeicher. Das Flächenpotenzial für einen Neubau sind in Reick vorhanden.

Das städtische Unternehmen wollte sich nicht zu den Neubauplänen äußern, bestätigte aber auf DNN-Anfrage die Sondersitzung des Aufsichtsrates am 28. Februar. Die Drewag wollen in den nächsten fünf Jahren rund 700 Millionen Euro in ihre Infrastruktur investieren.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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