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Lokales Dresden plant neues „Gymnasium Seidnitz“
Dresden Lokales Dresden plant neues „Gymnasium Seidnitz“
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20:00 12.06.2017
Quelle: dpa

Dresden soll im Ortsamtsbereich Blasewitz eine neue weiterführende Schule erhalten. Im Bildungsausschuss befassen sich die Stadträte am Dienstag erstmals mit den Plänen der Stadt zur Gründung des „Gymnasiums Seidnitz“. Die mindestens dreizügige Schule soll ab dem 1. August 2018 zunächst im Schulgebäude auf dem Berthelsdorfer Weg 2 den Betrieb aufnehmen. „Im Rahmen der Fortschreibung der Schulnetzplanung soll ein besser geeigneter dauerhafter Standort festgelegt werden“, schreibt die Verwaltung in der Vorlage für den Stadtrat. Prohlis wird damit von der Stadt praktisch endgültig als Standort für ein weiteres allgemeinbildendes Gymnasium aufgegeben.

Nach den Angaben der Stadt gibt es in der sogenannten Planungsregion „Linkselbisch Ost“ – sie umfasst die Ortsämter Blasewitz, Leuben und Prohlis – seit Jahren das „stadtweit größte gymnasiale Kapazitätsdefizit“. Bislang sei dies durch Plätze in der Innenstadt oder durch die Klassenbildung an der Schülerobergrenze kompensiert worden. Für die Zukunft schließt die Stadt das jedoch aus, weil auch stadtweit und innerstädtisch der Bedarf an Gymnasiumsplätzen steige. Weil der Zusatzbedarf in Blasewitz und Striesen am größten sei, fiel die Wahl auf den Standort in Seidnitz. Wo das Gymnasium endgültig landet, könnte sich eventuell nach der Sommerpause zeigen, wenn Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) den überarbeiteten Schulnetzplan vorlegt. Nachdem er den Entwurf für Mai angekündigt hatte, peilt die Stadt nun vorbehaltlich der Freigabe durch Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) die zweite Augustwoche an.

Die Stadt reagiert damit nicht zuletzt auf die veränderten Zugangsbedingungen für Gymnasien in Sachsen. Demnach können Grundschulabsolventen auch mit einer Bildungsempfehlung für die Oberschule auf Wunsch der Eltern und nach einem Beratungsgespräch aufs Gymnasium wechseln. Von 84 angemeldeten Schülern vollzogen dann 67 tatsächlich diesen Schritt. Das sei noch „relativ moderat“ gewesen. Doch daneben gebe es noch einen weiteren Aspekt: Von den Schülern mit einer Bildungsempfehlung fürs Gymnasium hätten sich auch fünf Prozent mehr tatsächlich fürs Gymnasium entschieden. Insgesamt stieg der Bedarf für die Planungsregion von 524 auf 571 Plätze 2018/19. Ursprünglich hatte die Stadt erst 2020/21 als Gründungsjahr angepeilt. Der Bedarf in Prohlis könne mit dem Hülße-Gymnasium gedeckt werden, heißt es. Die guten Anmeldezahlen für das im Bau befindliche Gymnasium Tolkewitz zeigten, dass es im Bereich Blasewitz einen besonderen Bedarf gebe.

Gegenwärtig ist die 32. Oberschule an den Berthelsdorfer Weg ausgelagert, wenn sie im Februar 2018 in den Schulcampus Tolkewitz zieht, kommt die 44. Grundschule in das Gebäude vom Schultyp Dresden-Atrium. Die Stadt räumt ein, dass die Attraktivität des Standorts für das Gymnasium „kritisch“ gesehen werde. Sollten die Anmeldezahlen 2018 zu gering sein, müsste die Gründung eventuell ein Jahr verschoben werden. Am Bedarf gebe es aber keine Zweifel. Ab Schuljahr 2020/21 reicht der Platz nur noch für das Gymnasium. Spätestens fünf Jahre nach Gründung wären – befristete – Erweiterungsbauten nötig, erklärte die Stadt.

Von Ingolf Pleil

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