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Dresden plant erste Bürgerwerkstatt zum Areal „Königsufer – Neustädter Markt“

Stadtentwicklung Dresden plant erste Bürgerwerkstatt zum Areal „Königsufer – Neustädter Markt“

Es ist das letzte große Filetstück der Stadt, dass noch entwickelt werden kann: Mit einer ersten Bürgerwerkstatt steigt die Stadt in die öffentliche Diskussion um die Zukunft des Königsufers ein. Jetzt können sich Bürger für die Werkstatt anmelden und um zwei Plätze in der Fachjury bewerben.

 
 

Quelle: GHND e.V./Arte4D

Dresden. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain lädt mit der ersten Bürgerwerkstatt zum Dialog über das Areal „Königsufer – Neustädter Markt“ ein. „Das Königsufer und der Neustädter Markt sind eine besondere Herausforderung für die Stadtplanung in Dresden. Bürgerinnen und Bürger wollen wir deshalb schon bei der Formulierung der Aufgabenstellung für den Planungswettbewerb einbeziehen“, erklärte der Baubürgermeister.

Die Bürgerwerkstatt findet am Donnerstag, dem 9. November, 17 Uhr in der Dreikönigskirche, Hauptstraße 23 statt. „Das ist der Auftakt zu einem Dialog- und Planungsprozess, der in den kommenden Monaten im Rahmen eines Bürgerdialogs und städtebaulich-freiraumplanerischen Ideenwettbewerbes Antworten für die Gestaltung und Nutzung dieses Stadtraums finden soll“, sagte Schmidt-Lamontain. Wer am 9. November teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bis zum Freitag, 3. November 2017 anzumelden unter E-Mail: koenigsufer@dresden.de

Einwohner können Anregungen geben

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain stellt zu Beginn der Werkstatt die zentrale Schnittstelle von Königsufer und Neustädter Markt zwischen Alt- und Neustadt dar und erläutert die Rahmenbedingungen des Wettbewerbs. Es folgen Prof. Thomas Will, Architekt und Professor für Denkmalpflege und Entwerfen an der TU Dresden und Prof. Siegbert Langner von Hatzfeldt, Architekt. Beide erarbeiteten im Auftrag der Stadt Grundlagenuntersuchungen. Ihre wesentlichen Ergebnisse tragen sie vor. Danach stehen die Ideen der Dresdner Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. In kleinen Tischgruppen geht es um die Besonderheiten des Ortes, Wünsche der Bürger für die Zukunft und wichtige Hinweise an die Planungsteams. Die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt fließen in die Aufgabenstellung des Planungswettbewerbes ein.

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Königsufer und Neustädter Markt – auf diesen exponierten Flächen ist noch eine städtebauliche Entwicklung möglich. Über das Wie sollen sich Architekten Gedanken machen. Die Bürger dürfen aber ein gehöriges Wörtchen bei der Gestaltung mitreden.

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Folgende Fragen stehen nach den Angaben der Stadt im Mittelpunkt: Wie könnte das Königsufer in Zukunft gestaltet werden? Was macht einen guten Platz aus und wie kann der Neustädter Markt lebendig werden? Wie kann es gelingen, das Königsufer mit der Dresdner Neustadt zu verbinden?

Im Dezember 2017 starte dann der zweistufige städtebauliche und freiraumplanerische Ideenwettbewerb. In der ersten Phase können europaweit Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Stadtplanern und Landschaftsarchitekten teilnehmen. Eine Fachjury wählt aus den Konzeptskizzen der ersten Phase Teams aus, die in der zweiten Phase ihre Zukunftsentwürfe für das Königsufer und den Neustädter Markt ausarbeiten. Im September 2018 soll durch die Fachjury ein Entwurf für die weitere Planung ausgewählt werden.

Bürger können sich für Teilnahme an Fachjury bewerben

Im Rahmen des Planungsverfahrens sind weitere Beteiligungsformate geplant. Unter anderem soll die Wettbewerbsjury auch mit zwei Dresdner Bürgern besetzt werden. Sie sollten 18 Jahre alt sein und in Dresden gemeldet. Sie müssten ferner bereit sein, an allen Juryterminen teilzunehmen. Interessierte könnten sich unter www.dresden.de/koenigsufer oder auf der ersten Bürgerwerkstatt am 9. November melden. Das Los entscheidet am Ende der Werkstatt am 9. November, wer dabei sein wird.

Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden, die bereits ihre Vorstellungen für eine mögliche Bebauung des Areals zwischen Finanzministerium und Augustusbrücke vorgelegt hat, forderte die Stadt am Mittwoch auf, der Öffentlichkeit die Wettbewerbsbedingungen und die Besetzung der Wettbewerbsjury bekannt zu geben. Dies sei notwendig, so hieß es in einem offenen Brief, damit die GHND dazu „vor Wettbewerbsbeginn fristgemäß Stellung nehmen kann“.

Von Ingolf Pleil

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