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Lokales Dresden mangelt es an Schulweghelfern
Dresden Lokales Dresden mangelt es an Schulweghelfern
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13:32 22.05.2018
Schülerlotse Peter Scholz in Aktion am Paulusplatz Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

 Mit einer neongelben Weste und erhobener Verkehrskelle steht Peter Scholz mitten auf der Hüblerstraße. Es ist 7 Uhr am Morgen, die Autos stoppen. Doch Scholz ist kein Polizist, sondern Schulweghelfer. „Einer, von denen es in Dresden aktuell viel zu wenige gibt“, sagt Peter Samuel von der Verkehrswacht.

Allmorgendlich weist der Schulweghelfer mit einer Armbewegung die Schüler der 63. Grundschule darauf hin, dass sie jetzt die Straße sicher überqueren können. Die Autos müssen warten, bis die Kinder sicher mit ihren Fahrrädern oder zu Fuß auf die andere Seite gelangt sind.

Elf Schulweghelfer fehlen

Nach Angaben der Dresdner Verkehrswacht gibt es insgesamt 45 Standorte für Schulweghelfer, davon sind aktuell elf unbesetzt. Nicht an jeder Grundschule muss ein Schulweghelfer stehen, aber die meisten Grundschulen im Stadtgebiet liegen an viel befahrenen Kreuzungen oder Straßen. Eine andere Gefahr für die Kinder sind die Eltern selbst. Immer mehr Menschen bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule und verursachen Chaos vor den Eingängen. „Die Grundschulen jammern über unvernünftige Eltern“, berichtet Samuel.

Lange Anfahrt wird zum Problem für die Ehrenämtler

Aber warum fehlt ein Viertel aller Weghelfer in Dresden? „Das Problem ist nicht neu“, weiß Samuel. Für die Grundschule Schönfeld sucht die Verkehrswacht seit über zwei Jahren einen Schulweghelfer. Die meisten ehrenamtlichen Mitarbeiter wohnen direkt an der Schule.

Die Schulweghelfer sind morgens rund eine halbe Stunde im Einsatz, bevor der Unterricht beginnt. Ist die Anfahrt zu lang, lohnt es sich für viele nicht. Für ihre Tätigkeit erhalten sie eine monatliche Aufwandsentschädigung im zweistelligen Bereich, die vom Straßen- und Tiefbauamt ausgezahlt wird.

Schüler als Schulweghelfer – eine Notlösung?

Seit einem Jahr setzt die Verkehrswacht auch Oberschüler und Gymnasiasten ab der achten Klasse als Schulweghelfer ein, um dem Mangel entgegen zu wirken. Da der Unterrichtsbeginn meist kollidiert, ist das nur an den wenigen Standorten möglich, wo Grundschulen und weiterführende Schulen nah beieinander liegen.

Ehrenamtlich tätig werden als Schulweghelfer können Jugendliche ab der achten Klasse genau wie Senioren im Rentenalter, Arbeitssuchende oder Beschäftigte, die morgens Zeit haben.

 Mit drei Verkehrsrecht-Schulungen pro Jahr und einem Erste Hilfe-Kurs für Kinder werden die Teilnehmer in Zusammenarbeit mit den Johannitern auf ihren Einsatz vorbereitet. Der Amtsarzt checkt im Vorfeld, ob das Hör- und Sehvermögen der Schulweghelfer ausreichend für die Tätigkeit ist. Danach gibt es eine Schulung mit der Polizei zum richtigen Verhalten mit der Kelle im Straßenverkehr. Jeder Schulweghelfer bekommt eine Dienstjacke und eine Kelle zur Verfügung gestellt.

Interessierte können sich an Grundschulen wenden oder sich direkt bei der Verkehrswacht in Dresden unter der Mailadresse verkehrswacht.dresden@gmail.com melden.

Von Janne Hauswald

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