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Lokales Dresden macht Wald-Inventur
Dresden Lokales Dresden macht Wald-Inventur
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08:12 26.11.2017
In Dresden hat die Inventur des städtischen Waldes begonnen.   Quelle: dpa
Dresden

 I Um einen Plan zu fassen, muss zunächst der Ist-Zustand bekannt sein. Und weil 2018 eine zehnjährige Planung für den Dresdner Stadtwald nötig wird, wurde nun Inventur gemacht. Die Stadt und die Forsteinrichtung des Staatsbetriebs Sachsenforst stellten dabei folgende Faktenlage fest: Der Dresdner Stadtwald umfasst 929,7 Hektar, verteilt auf 824 Flurstücke. Ganz exakt sind davon 878,3 Hektar mit Bäumen bewachsen, der Rest sind „zum Wald gehörige Flächen ohne Baumbestand“ - also Wege, Waldwiesen, Teiche oder Gewässer.

689 Hektar des Stadtwalds liegen im Stadtgebiet, der Rest in den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen. Der Wald liegt meist siedlungsnah und ist oft kleinflächig zersplittert. Etwa die Hälfte des Waldes wird zur Erholung genutzt. 195 Hektar sind als Trinkwasserschutzgebiet ausgewiesen. Der Wald fungiert außerdem als Holzlieferant, als wichtiger Faktor im Klima- und Naturschutz, er verhindert Bodenerosion und sichert die Wasserversorgung. 295 Hektar werden jedoch aus naturschutzfachlichen Gründen höchstens geringfügig oder gar nicht genutzt, zum Beispiel an den Elbhängen oder im Helfenberger Grund.

Vorherrschend sind Laubbäume wie Buche, Eiche, Ahorn oder Birke, die etwa zwei Drittel der städtischen Waldfläche bewachsen, das restliche Drittel dominieren Nadelbäume. Der Altersdurchschnitt der Bäume von ganz jungen Schösslingen bis zu den 100-jährigen Gewächsen sei ausgewogen, so das Ergebnis. Es wachsen auch noch ältere Bäume auf etwa 228 Hektar – aufgrund der höheren Lebenserwartung sind das Buchen, Eichen und Kiefern.

Der Holzvorrat der Stadt summiert sich auf rund 212.000 Kubikmeter, jährlich anwachsend um 6.300 Kubikmeter. Genutzt werden sollen laut Plan jährlich 3.200 Kubikmeter – die Holzvorräte werden folglich weiter zunehmen. Auch für den Waldnachwuchs wird auf 51 Hektar gesorgt, hier wachsen frische Buchen, Eichen, Edellaubbäume und an Gewässerrändern auch Schwarzerlen und Schwarzpappeln.

Auf Basis dieser Fakten soll jetzt ein nachhaltiger Plan für die Waldbewirtschaftung bis 2028 entstehen. Denn als Eigentümerin ist die öffentliche Hand besonders in der Verantwortung, die biologische Vielfalt zu erhalten.

Von fs

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