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Lokales Dresden legt Zahlen für Ausländeranteil in der Stadt vor
Dresden Lokales Dresden legt Zahlen für Ausländeranteil in der Stadt vor
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18:45 29.07.2018
Quelle: Stadt Dresden
Dresden

Der Ausländeranteil lag in der Dresdner Bevölkerung Ende 2017 bei 7,4 Prozent. Das geht aus den jüngsten Zahlen der Kommunalen Statistikstelle hervor.

Demnach hatten Ende 2017 insgesamt 557098 Personen ihren Hauptwohnsitz in Dresden. Darunter waren 515944 Einwohner mit einer deutschen als erste Staatsangehörigkeit, davon haben 494047 ausschließlich die deutsche. 41154 verfügten über eine ausländische Staatsangehörigkeit (7,4 Prozent der Einwohner). 21987 Personen von denen mit deutscher Staatsangehörigkeit (3,9 Prozent der Einwohner) verfügten über einen Migrationshintergrund. Nach den Angaben der Statistiker wird der Migrationshintergrund von verschiedenen Merkmalen im Melderegister hergeleitet.

11,3 Prozent der Dresdner haben Migrationshintergrund

Deutsche verfügen demnach dann über einen Migrationshintergrund, wenn sie eingebürgert wurden, (Spät-)Aussiedler sind oder unter 18 Jahre alt sind und mindestens einen Elternteil mit Migrationshintergrund haben. Insgesamt ergibt sich ein Anteil von 11,3 Prozent von Personen mit Migrationshintergrund in Dresden – also Deutschen mit Migrationshintergrund und Ausländern. Das ist jeder neunte Dresdner.

Im Vergleich zu den Vorjahren hat der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an der Bevölkerung damit im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Im Jahr 2005 betrug der Ausländeranteil noch 3,9 Prozent und der Anteil von Deutschen mit Migrationshintergrund 2,7 Prozent, zusammen also 6,6 Prozent. Das war jeder 15. Dresdner. Im Jahr 2015 lagen die Anteile bei 6,2 (Ausländer) beziehungsweise bei 3,7 Prozent (Deutsche mit Migrationshintergrund) – in der Summe 9,9 Prozent.

Zuwachs bei Menschen mit Migrationshintergrund verlangsamt sich

Laut den Statistikern hat sich 2017 im Vergleich zum Jahr 2016 die Dynamik bei der Zunahme von Personen mit Migrationshintergrund etwas verringert – sie ging von einem Plus von 4675 auf einen Zuwachs von 4377 zurück. Im Jahr 2015 war der Zuwachs noch deutlich höher (6813). Dagegen habe der Zuwachs bei der Zahl der Ausländer minimal zugenommen – 2016: plus 3590; 2017: plus 3754. Im Jahr 2015 waren noch 6014 Ausländer neu nach Dresden gekommen.

Die Zahl der deutschen Einwohner ohne Migrationshintergrund war 2016 in Dresden erstmals seit Jahren rückläufig. Dieser Trend setzte sich 2017 fort. Dies liege insbesondere daran, dass mehr Deutsche aus Dresden ins Umland und ins übrige Sachsen gezogen sind und weniger Deutsche aus dem Bundesgebiet nach Dresden gezogen sind als in den Vorjahren. Deutsche ohne Migrationshintergrund stellten jedoch mit 88,7 Prozent nach wie vor die dominierende Bevölkerungsgruppe, heißt es in der Statistik.

Weniger Deutsche in Dresden

2005 hatten in Dresden 455000 Deutsche ohne Migrationshintergrund gelebt. 2010 waren es 480053 Einwohner. Auch in den Jahren 2014 (494118 Deutsche) und 2015 (494801) stieg die Zahl noch an. Ein Jahr später sank diese Zahl auf 494362 Einwohner und 2017 auf 494047 Personen.

Die Zahl der Deutschen mit Migrationshintergrund stieg von 2005 bis 2017 von 13322 auf 21897 und die Zahl der Ausländer von 18877 auf 41154. Insgesamt stieg damit die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund (Deutsche und Ausländer) in diesem Zeitraum von 32199 auf 63051, was knapp einer Verdopplung entspricht.

Die Statistiker leiten aus dem Melderegister auch die Herkunftsländer der Menschen mit Migrationshintergrund ab. Bei Ausländern sei dies in der Regel die erste Staatsangehörigkeit, bei Deutschen mit Migrationshintergrund die zweite oder das Geburtsland. Bei deutschen Minderjährigen mit Migrationshintergrund werde das Herkunftsland teilweise auch von den Eltern übernommen.

Migranten in Dresden kommen meist aus Russland

Das häufigste Herkunftsland war 2017 wie bereits 2016 Russland mit 5981 Personen. Dabei geht es vor allem um Spätaussiedler, also Deutsche mit Migrationshintergrund. Weitere 1194 Deutsche mit Migrationshintergrund stammen aus der früheren Sowjetunion. Dahinter folgen Syrien (5038 Personen) sowie Polen (3675).

In der Statistik wird auch die Haushaltsgröße von Personen mit Migrationshintergrund betrachtet. Personen in Heimen bleiben dabei unberücksichtigt. Bei den 301418 privaten Haushalten in Dresden lebte in 32179 Haushalten mindestens eine Person mit Migrationshintergrund (10,7 Prozent).

Mit zunehmender Haushaltsgröße steigt Anteil der Migranten-Haushalte

Dabei zeigt sich, dass mit steigender Haushaltsgröße der Anteil der Haushalte mit Migrationshintergrund zunimmt. Hier sind auch Wohngemeinschaften eingeschlossen.

Nach der Anzahl der Kinder im Haushalt ergibt sich ein ähnliches Bild: Je mehr Kinder im Haushalt leben, desto höher ist der Anteil der Haushalte mit Migrationshintergrund. Leben drei und mehr Kinder im Haushalt beträgt der Anteil der Haushalte mit Migrationshintergrund 22,7 Prozent, wobei in 7,2 Prozent dieser Haushalte nur ein Partner einen Migrationshintergrund hat.

Große Unterschiede bei Verteilung auf Stadtgebiet

Bei der Verteilung der Personen mit Migrationshintergrund über die Stadt gibt es große Unterschiede. Das Spektrum reicht von weniger als 2,3 Prozent in Schönfeld/Schullwitz bis zu 36,7 Prozent in der östlichen Südvorstadt, in der sich Studentenwohnheime und ein großes Asylbewerberheim befinden. Ebenso relativ hohe Anteile weisen die Friedrichstadt mit 27,5 Prozent (Erstaufnahmeeinrichtungen) sowie die Innere Altstadt mit 27,2 Prozent und die westliche Südvorstadt mit 25,2 Prozent (Nähe zur Universität) auf.

Mit 16 bis 23 Prozent weit über dem Durchschnitt liegen weitere innenstadtnahe Stadtteile, aber auch vom Zentrum entferntere Stadtteile mit hohem Plattenbauanteil wie Gorbitz-Süd, Gorbitz-Nord/Neu-Omsewitz, Prohlis-Nord, Strehlen und Prohlis-Süd. In der Äußeren Neustadt beträgt der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund 15,3 Prozent.

Von Ingolf Pleil

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