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Dresden kündigt bis Ende April 244 Asylwohnungen

Leerstand Dresden kündigt bis Ende April 244 Asylwohnungen

In Dresden waren am Ende des vergangenen Jahres 208 Plätze in Asylbewerberheimen unbesetzt. Die Sozialverwaltung hat auf die leerstehenden Plätze reagiert und in der Boxberger Straße und der Florian-Geyer-Straße zwei größere Heime geschlossen. Bis zum April soll die Kündigungsfrist für 244 Wohnungen abgelaufen sein.

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In Dresden waren am Ende des vergangenen Jahres 208 Plätze in Asylbewerberheimen unbesetzt.

Quelle: Archiv

Dresden. In Dresden waren am Ende des vergangenen Jahres 208 Plätze in Asylbewerberheimen unbesetzt. Die Stadt verfügte über 1664 Plätze in Übergangswohnheimen. In sogenannten Gewährleistungswohnungen hatte die Stadt zum gleichen Zeitpunkt eine Kapazität von 4742 Plätzen, von denen 1883 nicht genutzt wurden. Das teilte der Erste Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) auf Anfrage von Stadtrat Stefan Vogel (AfD) mit.

Die Sozialverwaltung hat auf die leerstehenden Plätze reagiert und in der Boxberger Straße und der Florian-Geyer-Straße zwei größere Heime geschlossen. Bis zum April soll die Kündigungsfrist für 244 Wohnungen abgelaufen sein. Die Verwaltung geht von einer Kapazität von 5,2 Plätzen pro Wohnung aus, so dass 1269 Plätzen in Wohnungen abgebaut werden. Die gekündigten Wohnungen stünden dann dem freien Wohnungsmarkt wieder zur Verfügung, so Sittel.

Die Kosten für leerstehende Unterkunftsplätze lassen sich laut dem Ersten Bürgermeister nicht exakt beziffern, da für jedes einzelne Mietobjekt unterschiedliche Konditionen gelten würden. So sei in einigen Betreiberverträgen bei der Kalkulation der Kostensätze eine Teilauslastung vorgesehen worden. In der Mehrheit sei mit den Vermietern eine Erstattung ausschließlich nach belegten Plätzen vereinbart worden.

Die Zahl der geduldeten und anerkannten Flüchtlinge, die aus anderen Landkreisen und Städten nach Dresden ziehen, liegt laut Sittels Angaben unter der Zahl der Wegzüge von Angehörigen dieses Personenkreises aus Dresden. So seien von September 2016 bis Anfang dieses Jahres 109 Flüchtlinge – ausschließlich aus Sachsen – nach Dresden gezogen. 147 geduldete und anerkannte Flüchtlinge zogen dagegen aus Dresden weg. 22 von ihnen in andere sächsische Kreise oder kreisfreie Städte und 125 in andere Bundesländer.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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