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Dresden investiert knapp 62 Millionen Euro in Straßen und Brücken

Sanierungsprogramm Dresden investiert knapp 62 Millionen Euro in Straßen und Brücken

Die Landeshauptstadt will in diesem Jahr rund 61,7 Millionen Euro in Straßen, Brücken, Geh- und Radwege investieren. Die DNN zeigen, wo sich Autofahrer auf Baustellen gefasst machen müssen.

Die Oskarstraße bleibt wohl 2018 eine offene Baustelle.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. „Wir bauen nicht nur Geh- und Radwege, wir bauen auch Komplexmaßnahmen“, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Das ist seine Art auf Kritik zu reagieren, die nach der Bekanntgabe des diesjährigen Investitionsprogramms in Rad- und Gehwege aufbrandete. Insgesamt 61,7 Millionen Euro gibt die Stadt 2018 für Straßen, Brücken und Wege aus, davon sind etwa 36,5 Millionen Euro Fördermittel. Investiert wird aus ganz unterschiedlichen Gründen, wie Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz ausführt. Mal gehe es um die Erschließung einer neuen Kita, Schule oder Wohnanlage, mal um Wirtschaftsförderung wie am Klotzscher Grenzweg, mal wolle man einen Unfallschwerpunkt beseitigen. Ein Überblick:

Die Kesselsdorfer Straße ist das wichtiges Vorhaben dieses Jahres. Dort entsteht bis Oktober 2019 die neue Zentralhaltestelle. Ab Juni werden zunächst für rund 2,6 Millionen Euro die umliegenden Nebenstraßen, allen voran die Wernerstraße für die Zeit vorbereitet, in der auf der Kesselsdorfer Straße zwischen Gröbelstraße und Tharandter Straße kein Auto mehr fahren darf. Später beginnen dann die Arbeiten auf der „Kesselsdorfer“ selbst. Dabei werden auch Abschnitte der Freiberger Straße, der Tharandter Straße und der Gröbelstraße saniert, außerdem werden Entwässerungsanlagen und Straßenbeleuchtung erneuert. Der Durchgangsverkehr wird über die Julius-Vahlteich-Straße zur Coventrystraße in Richtung Stadtzentrum geleitet.

Rings um den neuen Schulcampus Tolkewitz gehen die Bauarbeiten für rund 800 000 Euro weiter. Die Schlömilchstraße wird saniert und erhält eine neue Gleisschleife. Die Kipsdorfer Straße wird teilweise verengt, damit Schüler künftig problemlos zwischen Schulkomplex auf der einen und Turnhalle auf der anderen Seite wechseln können. Auch auf der Wehlener Straße werden im Zuge des Gleisschleifenbaus einige Arbeiten erledigt, sagt Koettnitz. „Wie es dann im Straßenzug mit der Sanierung weiter geht, ist relativ kompliziert. Das steht 2018 nicht in Rede“. Noch stehen die Sanierung des letzten Abschnitts der Wehlener Straße, von Alttolkewitz und der Österreicher Straße aus.

Unfallschwerpunkt ade

Unfallschwerpunkt ade: Die Kreuzung der Dürerstraße mit der Hans-Grundig-Straße wird zu einem Kreisverkehr.

Quelle: Dietrich Flechtner

Noch zählt die Kreuzung der Dürerstraße mit der Hans-Grundig-Straße zu den Unfallschwerpunkten der Stadt. Deshalb sollte dort bereits 2017 ein Kreisverkehr entstehen, was wegen Umplanungen verschoben werden musste. Die Stadt will nun ab Juli bis zum April 2019 rund 950 00 Euro investieren. Gleichzeitig werden Versorgungsleitungen, Entwässerung und Straßenbeleuchtung erneuert. Geplant sind im übrigen auch vier Zebrastreifen, wie Koettnitz angesichts der Kritik betont, dass es diese in Dresden allenfalls am Stadtrand gebe.

650 000 Euro gibt die Stadt für die Umfeldgestaltung des Karrees zwischen Antonsplatz , Postplatz und Wallstraße aus. Im Zuge der Mitte August beginnenden halbjährigen Bauzeit soll auch die Marienstraße eine neue Querungshilfe erhalten. Ähnliches hat man am Neumarkt an Frauenstraße , Jüdenhof und Galeriestraße vor, wo für 977 000 Euro aus Städtebaumitteln nach Natursteinpflaster eingebaut und Bäume gepflanzt werden.

Weitere Baumaßnahmen umschließen die Sanierung der Bergstraße in Schönfeld-Weißig , wo gemäß Eingemeindungsvertrag ab Juni bis Ende 209 rund 1,7 Millionen Euro auf 830 Metern investiert werden. Gebaut wird teils unter Vollsperrung. In Klotzsche wird in Höhe des Technologie- und Gründerzentrums Nanocenter von Mai bis Juni die Fahrbahn der Grenzsstraße ausgetauscht. Im Zuge der rund 300 000 Euro teuren Arbeiten entsteht auch eine barrierefreie Haltestelle. In Strehlen wird die Dorotheenstraße für rund 572 000 bereits seit Ende 2017 bis November 2018 grundhaft ausgebaut. In Altfranken ist von August bis November die Otto-Harzer-Straße dran (244 000 Euro). An der Budapester Straße wird für 200 000 Euro ein Parkplatz an der Weinligstraße befestigt.

Die Bautzner Straße müsste am Albertplatz vor allem wegen maroder Straßenbahngleise dringend saniert werden

Die Bautzner Straße müsste am Albertplatz vor allem wegen maroder Straßenbahngleise dringend saniert werden. Es ist fraglich, ob daraus 2018 etwas wird.

Quelle: Dietrich Flechtner

Zwei weitere Punkte haben es in sich. Zum einen die Bautzner Straße zwischen Hoyerswerdaer Straße und Glacisstraße. Die Stadt will dort die Fahrbahn sanieren und Radwege bauen, die Dresdner Verkehrsbetriebe die komplett verschlissenen Gleise austauschen. Und das besser heute als gestern. Doch so schnell wird daraus nichts: Weil auch Eingriffe in einem seit wenigen Jahren unter Denkmalschutz befindlichen Park nötig sind, musste die Stadt ein Planfeststellungsverfahren anstrengen. Dieses läuft noch. Man wolle zunächst im Herbst mit kleineren Arbeiten an dieser Stelle beginnen, etwa einer Fahrradfurt an der Glacisstraße, sagt Amtsleiter Koettnitz. „Dann hoffen wir, dass sich die weiteren Arbeiten unmittelbar anschließen können.“

Der zweite Knackpunkt betrifft vor allem Dresdner Autofahrer und hat mit der sogenannten zyklischen Instandhaltung zu tun, womit in aller Regel der Austausch von Schwarzdecken gemeint ist. Das entsprechende Programm hat es in sich, weshalb die zumeist benötigten mehrwöchigen Teil- oder Komplettsperrungen schmerzlich werden können. So stehen unter anderem drei Abschnitte der Königsbrücker Landstraße , die Meißner Landstraße auf Höhe Am Urnenfeld (B 6), die Radeburger Straße , das Terassenufer zwischen Lothringer Straße und Hasenberg, die Chemnitzer Straße (Vollsperrung), die Washingtonstraße , die Bodenbacher Straße und die Kreuzung der Hansastraße mit der Maxim-Gorkistraße . Insgesamt stehen rund 3,8 Millionen Euro für den Deckenaustausch zur Verfügung.

Von Uwe Hofmann

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