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Dresden hat mehr Gäste, aber weniger aus dem Ausland

Tourismus Dresden hat mehr Gäste, aber weniger aus dem Ausland

Sachsens Landeshauptstadt kann trotz des befürchteten Image-Schadens durch die selbsternannten Retter des Abendlandes für das vergangene Jahr ein Besucherplus verzeichnen, wenn man sich auf die Ankunftszahlen bezieht. Von Januar bis November waren der DMG zufolge 1.875.620 Touristen in Dresden angekommen.

Sachsens Landeshauptstadt kann trotz des befürchteten Image-Schadens durch die selbsternannten Retter des Abendlandes für das vergangene Jahr ein Besucherplus verzeichnen

Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Landeshauptstadt kann trotz des befürchteten Image-Schadens durch die selbsternannten Retter des Abendlandes für das vergangene Jahr ein Besucherplus verzeichnen, wenn man sich auf die Ankunftszahlen bezieht. Von Januar bis November waren der Dresden Marketing GmbH (DMG) zufolge 1 875 620 Touristen in Dresden angekommen – das waren 0,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2015.

Legt man für die Betrachtungen die Übernachtungen zugrunde, steht allerdings ein Minus von 0,9 Prozent in der Statistik, die Zahlen sind auf 3 846 357 gefallen. Allerdings war der Rückgang weniger drastisch als im Jahr zuvor, als das Minus 1,1 Prozent betrug.

Während sich sachsenweit das Besucherinteresse vor allem bei den US-Amerikanern abgeschwächt hat – sie sind mit 122 000 Hotelbuchungen vom zweiten auf den fünften Platz im Freistaat abgerutscht – kommen die meisten Dresdner Gäste noch aus den Vereinigten Staaten. 32 504 kamen bis November 2016 nach Dresden und blieben insgesamt 73 285 Nächte.

Rang zwei nehmen die Schweizer ein – mit 30 574 Ankünften und 73 134 Übernachtungen. Am drittbeliebtesten ist die Elbestadt bei den Österreichern. 28 188 haben Dresden so angesteuert, 66 856 Übernachtungen gehen auf ihr Konto.

Den größten Zuwachs an Tagestouristen hatte Dresden aus Lettland und Slowenien mit jeweils 29,8 beziehungsweise 21,8 Prozent. Lässt man China außen vor, haben weite Teile des asiatischen Marktes Sachsens Hauptstadt abgewählt. Besonders markant ist hier Japan, wo die Besucherzahl mit minus 25,5 Prozent um gut ein Viertel einbrach.

Bei den Übernachtungsgästen legten besonders Polen und Ungarn zu – das Plus von 28 Prozent erfreute die Stadtvermarkter besonders. Auch sachsenweit waren deutlich mehr Gäste aus Polen zu verzeichnen – der östliche Nachbar landet inzwischen auf Platz vier der ausländischen Besucher mit knapp 124 000 Übernachtungen von Januar bis November. Als Überraschungsgäste erwiesen sich im vorigen Jahr im Freistaat übrigens die Isländer, und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen haben sie mit 2900 Übernachtungen um 132 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zugelegt. Und wo sie schon mal hier waren, blieben sie im Schnitt auch gleich 3,6 Tage, deutlich länger als jeder andere ausländische Besucher (2,2 Tage).

Gemessen an den Touristenzahlen liegt Dresden im deutschlandweiten Städte-Ranking unverändert auf Platz sieben. Mit einer Bettenauslastung von 51,6 Prozent bleibt die Stadt zwar 1,7 Prozent hinter dem Vorjahr zurück, hält sich jedoch im Zehn-Jahres-Schnitt von 52,2 Prozent.

Von Gerrit Menk und Winfried Mahr

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