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Dresden hat bei Steuereinnahmen gegenüber Leipzig bislang die Nase vorn

Wirtschaftskraft Dresden hat bei Steuereinnahmen gegenüber Leipzig bislang die Nase vorn

Im inoffiziellen Wettbewerb um die höhere Wirtschaftskraft mit Leipzig könnte Dresden die Nase vorn haben. Nach bisherigen Zahlen liegt die Landeshauptstadt bei den Steuereinnahmen mit einer Nasenlänge vor der Pleißestadt.

Im inoffiziellen Wettbewerb um die höhere Wirtschaftskraft mit Leipzig könnte Dresden die Nase wieder vorn haben. Nach bisherigen Zahlen hat die Landeshauptstadt bei den Steuereinnahmen im vergangenen Jahr die Pleißestadt wieder überflügelt.

Quelle: imago

Dresden. Im inoffiziellen Wettbewerb um die höhere Wirtschaftskraft mit Leipzig könnte Dresden die Nase wieder vorn haben. Nach bisherigen Zahlen hat die Landeshauptstadt bei den Steuereinnahmen im vergangenen Jahr die Pleißestadt wieder überflügelt.

Das Aufkommen an Steuern, von der Einkommenssteuer bis zu den Gewerbesteuern, gelten gemeinhin als Ausweis für die Wirtschaftskraft von Kommunen. Selbst hohe Einkommensteuerwerte hatten in der Vergangenheit nicht verhindern können, dass Dresden beim gesamten Steueraufkommen nach jahrelanger Führung unter den kreisfreien Städten erst von Chemnitz und bereits 2014 auch von Leipzig überholt worden war. Pro Einwohner erzielte Leipzig im Jahr 2014 insgesamt Steuereinnahmen von 929,01 Euro. In Chemnitz waren es 852,98, in Dresden 842,57 Euro. 2015 ging das so weiter: Die Messestadt Leipzig brachte es pro Einwohner auf Einnahmen von 945,31 Euro „Steuern und steuerähnliche Abgaben“, wie es beim Statistischen Landesamt offiziell registriert wird. Dresden kam 2015 auf 906,91 Euro pro Kopf.

Meist lässt sich die Landeshauptstadt von diesen Schwächephasen nicht weiter beeindrucken. Leipzig sei hochverschuldet, Dresden garantiere jedem Kind einen Betreuungsplatz und könne im dreistelligen Millionen-Bereich investieren – nicht zu letzt in herausragende Kulturbauten. Ende 2016 konnte so das Kraftwerk Mitte als exponierter Standort für Theater Junge Generation (tjg) und die Staatsoperette übergeben werden. Im April wird mit dem sanierten Kulturpalast das nächste Highlight folgen. Für beides wird die Stadt dann jeweils rund 100 Millionen Euro ausgegeben haben. Damit ließ sich die Schwäche-Phase im Zuge des Umbruchs der Mikroelektronikbranche auch argumentativ überwinden. Zudem verweist Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) stets auf den Mittelstand als Rückgrat der Dresdner Wirtschaft. Eine ständig sinkende Arbeitslosenquote, die auch im letzten Jahr von Tiefststand zu Tiefstand sprang, stärkte die Argumentation.

Nur eben bei den Steuereinnahmen kam Dresden nicht recht voran: Die Gesamteinnahmen in Leipzig lagen 2015 bei 518,5 Millionen Euro, in der Landeshauptstadt waren es nur 486,9 Millionen Euro. Bei nahezu gleicher Einwohnerzahl von seinerzeit etwa 540 000 Bürgern klarer Vorteil für die Messestädter. Chemnitz brachte es mit etwa halb so viel Einwohner auf Gesamteinnahmen von 213 Millionen Euro. Das große Plus erzielte Leipzig vor allem bei den Gewerbesteuern, die in Dresden auch durch höhere Einkommensteuern nicht kompenisiert werden konnten.

Zum Jahresanfang liegen bislang zwar nur die Zahlen für die ersten drei Quartale des Jahres 2016 vor. Doch es sieht gut aus: Demnach bringt es Dresden auf 709,68 Euro pro Einwohner und Leipzig „nur“ auf 705,30 Euro. Chemnitz als dritte kreisfreie Stadt schafft es auf 601,08 Euro pro Einwohner und liegt damit auch noch über dem besten Landkreis mit 526,04 Euro pro Kopf im Kreisgebiet Meißen, dem dann nach einer größeren Lücke mit 504,14 Euro das Kreisgebiet Zwickau, Mittelsachsen (502,66 Euro) und das Kreisgebiet Leipzig folgen.

Dabei rührt Dresdens neue Stärke vor allem aus den Gewerbesteuern her. So deutet einiges darauf hin, dass Leipzig in diesem Bereich massiv an Vorsprung gegenüber Dresden eingebüßt hat. Brachte es Leipzig nach drei Quartalen 2015 bereits auf 343,93 Euro Gewerbesteuereinnahmen pro Einwohner (netto) und Dresden nur auf 279,99 Euro (nach den Zahlen von Anfang 2016) so sind von Januar bis September 2016 zwar auch 358,60 Euro pro Einwohner in Leipzig in die Stadtkasse geflossen, in Dresden waren es nun aber 344,99 Euro. Ein gewaltiger Sprung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit 159,41 Euro pro Kopf liegt Dresden bei der Einkommensteuer wie in den drei ersten Quartalen von 2015 vor Leipzig. Mit den Zahlen für das gesamte Jahr 2016 ist erst in zwei, drei Monaten zu rechnen. Der Sekt kann aber schon mal kalt gestellt werden – ganz inoffiziell natürlich.

Von Ingolf Pleil

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