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Dresden gründet Wohnungsbaugesellschaft

Stadt will in drei Jahren 800 Sozialwohnungen errichten Dresden gründet Wohnungsbaugesellschaft

Elf Jahre nach dem Verkauf der städtischen Wohnungsbaugesellschaft hat Dresden die „Wohnen in Dresden“ gegründet, die in den nächsten drei Jahren 800 kommunale Sozialwohnungen errichten soll. Mitte November soll das Unternehmen handlungsfähig sein.

Diese Woba gehört jetzt einem privaten Investor. Dresden hat eine neue Wohnungsbaugesellschaft gegründet.

Quelle: momentphoto.de/Oliver Killig

Dresden. Elf Jahre nach dem Verkauf des kommunalen Wohnungsunternehmens Woba hat die Landeshauptstadt Dresden eine neue Wohnungsbaugesellschaft gegründet. Die Urkunde zur Gründung der „Wohnen in Dresden GmbH & Co. KG“ (WID) wurde am Dienstag notariell beglaubigt. „Damit schreiben wir ein neues Kapitel der Dresdner Wohnungsmarktpolitik“, erklärte Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke).

Bis die WID voll geschäfts- und arbeitsfähig ist, wird es noch etwas dauern. Die Gesellschaft muss noch ins Handelsregister eingetragen werden und die kommunalrechtliche Genehmigung von der Landesdirektion Sachsen erhalten. Kaufmann rechnet damit, dass dies Mitte November der Fall sein wird. „Damit kann die Stadt ihre ambitionierten Ziele zum Aufbau eines eigenen kommunalen Wohnungsbestandes Schritt für Schritt weiter umsetzen“, so die Sozialbürgermeisterin.

Vorrangiges Unternehmensziel sei es, in den nächsten drei Jahren 800 belegungsgebundene Wohnungen zu errichten. Die neuen Gebäude würden in verschiedenen Stadtteilen entstehen. Dadurch entstehe eine gute Durchmischung der Wohnquartiere. Die städtische Projektentwicklungsgesellschaft Stesad habe bereits Planungen für die Bauvorhaben erstellt. Mit ihrer Gründung übernehme die WID die Projekte von der Stesad.

Beim sozialen Wohnungsbau setze die Stadtverwaltung aber nicht nur auf die WID, sondern auf das Engagement aller Akteure, so Kaufmann. Das Förderprogramm richte sich ausdrücklich auch an private Investoren. Wer günstigen Wohnraum durch Neubau oder Umbau schaffe, erhalte einen finanziellen Zuschuss. Allein in diesem Jahr stünde für den sozialen Wohnungsbau in Dresden ein Gesamtbudget von 21,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Stadt behalte den Wohnungsmarkt mit Instrumenten wie dem qualifizierten Mietspiegel, dem schlüssigen Konzept für die angemessenen Kosten der Unterkunft oder dem Wohnungsmarktbericht im Blick, so Kaufmann. gegenwärtig werde ein Wohnkonzept erarbeitet, in dem die Koordinaten des sozialen Wohnens von morgen und übermorgen definiert würden. Das Konzept soll 2018 fertig sein.

Bereits im Oktober werde im Sozialamt eine neue Abteilung „Wohnungsfürsorge“ entstehen. Diese soll laut der Sozialbürgermeisterin Hilfen für wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Einwohner aus einer Hand anbieten. In der Abteilung werde auch die zentrale Wohnberatung angesiedelt. Diese neue Beratungsstelle werde vor allem Senioren und behinderten Menschen bei der Suche nach geeignetem Wohnraum unterstützen. Zwei Wohnberater werden Anfang 2018 ihre Arbeit aufnehmen, kündigte Kaufmann an.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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