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Dresden gehen die Gewerbeflächen aus

80 Prozent Auslastung Dresden gehen die Gewerbeflächen aus

Dresden gehen die Gewerbeflächen aus. Wie das Amt für Wirtschaftsförderung den DNN auf Anfrage mitteilte, liegt der Auslastungsgrad der kommunalen Gewerbegebiete bei 80 Prozent. Mit neuen Gewerbegebieten und dem Ausbau bestehender soll ein drohender Mangel verhindert werden. Die Grünen vermissen dabei eine Strategie.

Dresden gehen die Gewerbeflächen aus.

Quelle: dpa

Dresden. Dresden gehen die Gewerbeflächen aus. Wie das Amt für Wirtschaftsförderung den DNN auf Anfrage mitteilte, liegt der Auslastungsgrad der kommunalen Gewerbegebiete bei 80 Prozent. Mit dem Technopark Nord, dem Gewerbegebiet „Lösigberg“ in Langebrück und dem Standort „Heeresbäckerei“ sind drei kommunale Gewerbegebiete zu 100 Prozent ausgelastet. Coschütz/Gittersee ist zu 80 Prozent belegt, der Gewerbepark Reick zu 87,5 Prozent und das Gewerbegebiet „Am Promigberg“ in Weixdorf zu 86 Prozent. Viel Platz gibt es nur noch im interkommunalen Gewerbegebiet Dresden/Heidenau in Sporbitz, das zu 55 Prozent ausgelastet ist.

Mit neuen Gewerbegebieten und dem Ausbau bestehender soll ein drohender Mangel verhindert werden. So baut die Stadt gegenwärtig das Gewerbegebiet Rähnitzsteig, für das Gewerbegebiet Freiberger Straße sollen die Bauarbeiten im zweiten Halbjahr beginnen. In den Gewerbegebieten Bismarckstraße, Industriepark Klotzsche und Am Promigberg seien ab der zweiten Jahreshälfte Verbesserungen der Infrastruktur vorgesehen, so das Amt für Wirtschaftsförderung.

Um auf die Wünsche von ansiedlungswilligen Unternehmen eingehen zu können, sei ein Puffer von 15 bis 30 Hektar Gewerbefläche notwendig, schätzt das Amt ein. Bisher hätte die Nachfrage befriedigt werden können, obwohl es viele Anfragen nach kommunalen Gewerbeflächen gebe. Damit dies auch künftig möglich sei, würden die neuen Gewerbegebiete Rähnitzsteig und Freiberger Straße entwickelt. Zudem würden bisher nicht vermarktbare Flächen im Gewerbegebiet am Promigberg durch eine neue Straße erschlossen. So könnten ohne zusätzlichen Grunderwerb marktfähige Flächen entstehen. Dennoch würden für Gewerbegebiete geeignete Flächen innerhalb der Stadtgrenzen knapper. Das Amt suche deshalb strategisch den Kontakt zu den Nachbargemeinden, um die Erschließung von Gewerbegrundstücken interkommunal voranzutreiben.

In einzelnen Fällen habe es bereits Gewerbebetriebe gegeben, die wegen neuer Wohngebiete hätten umziehen müssen. „Häufig sind hier fehlende Genehmigungen der Gewerbetreibenden ein Problem“, schreibt das Amt für Wirtschaftsförderung.

Torsten Schulze, wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen im Stadtrat, vermisst eine Strategie des Amtes für Wirtschaftsförderung. „Wir müssen uns jetzt mit geeigneten Flächen bevorraten“, fordert er. Sonst laufe die Stadt Gefahr, Unternehmen an die Kommunen im Umland zu verlieren. „Das ist mit einem Verlust an Gewerbesteueraufkommen verbunden“, warnt Schulze. Interkommunale Gewerbegebiete hält der Grüne für den falschen Weg, weil die Dresdner Arbeitskräfte in diesem Fall längere Strecken zurücklegen müssten. „Zu einer lebendigen Stadt gehören auch Gewerbebetriebe“, findet Schulze. Es sei an der Zeit, dass das Amt für Wirtschaftsförderung eine Strategie für die Akquise von Potenzialflächen vorlege und den finanziellen Bedarf ermittele. „Wir können nicht zuschauen, wie das Angebot immer kleiner wird, sondern müssen endlich gegensteuern“, fordert der Grünen-Wirtschaftspolitiker.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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