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Bildung Dresden erhält ein neues Gymnasium „Linkselbisch Ost“

Vorerst in Seidnitz Dresden erhält ein neues Gymnasium „Linkselbisch Ost“

Dresden erhält für das Schuljahr 2018/2019 ein neues Gymnasium am Standort Berthelsdorfer Weg in Seidnitz. Die Schule wird aber nicht wie von der Verwaltung geplant „Gymnasium Seidnitz“ heißen, sondern „Gymnasium Dresden-Linkselbisch-Ost (LEO)“

Dresden erhält für das Schuljahr 2018/2019 ein neues Gymnasium am Standort Berthelsdorfer Weg in Seidnitz.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden.  Dresden erhält für das Schuljahr 2018/2019 ein neues Gymnasium am Standort Berthelsdorfer Weg in Seidnitz. Die Schule wird aber nicht wie von der Verwaltung geplant „Gymnasium Seidnitz“ heißen, sondern „Gymnasium Dresden-Linkselbisch-Ost (LEO)“. Dieser territorial orientierte Titel soll laut Bildungspolitikerin Dana Frohwieser darauf verweisen, dass die neue Schule maximal vier Jahre am Berthelsdorfer Weg verbleibt und danach an ihren endgültigen Standort zieht. Dort soll dann auch ein etwas identitätsstiftenderer Namen gefunden werden.

Es bestehe Einigkeit im Stadtrat darüber, dass in der Planungsregion „Linkselbisch Ost“ zusätzliche gymnasiale Plätze benötigt werden, so die Sozialdemokratin. Aber der Berthelsdorfer Weg sei wegen seiner Nähe zum Gymnasium Tolkewitz und seiner schlechten Verkehrsanbindung ungeeignet für einen dauerhaften gymnasialen Standort. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) soll deshalb nach dem Willen der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit bis zum 30. November Vorschläge für den endgültigen Standort der neuen Schule vorlegen. „Der Zeitplan ist ambitioniert, aber zu schaffen“, meinte Grünen-Bildungspolitikerin Ulrike Caspary.

Das Schulverwaltungsamt hatte als mögliche Standorte die Boxberger Straße in Prohlis, ein Grundstück im Umfeld der Margon-Arena an der Bodenbacher Straße und die ehemalige Operette in Leuben vorgeschlagen. Das Operetten-Gelände ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ungeeignet, und für Prohlis fordert Rot-Grün-Rot: „Die Boxberger Straße ist mittels eines Neubaus wieder als Schulstandort zu entwickeln zur Nutzung für eine Schulart, die auch zur Allgemeinen Hochschulreife führen kann.“

Heißt: Das lange geforderte, aber nie gegründete Gymnasium Prohlis könnte seine Auferstehung feiern. Das müsste dann auch Eingang in den Schulnetzplan finden, der gegenwärtig in den Gremien des Stadtrats und den Ortsbeiräten diskutiert wird – deshalb die enge Terminsetzung. Die CDU lehnte die Pläne ab, der rot-grün-rote Antrag fand aber die Stimmen der Fraktion FDP/Freie Bürger.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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