Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Dresden erhält ein Nationales Centrum für Tumorerkrankungen
Dresden Lokales Dresden erhält ein Nationales Centrum für Tumorerkrankungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:41 09.09.2015
Die neue Protonentherapieanlage auf dem Gelände des Dresdner Uniklinikums. Quelle: Uniklinkum Dresden
Anzeige

Demnach steckt der Bund über die Deutsche Krebshilfe künftig 13,5 Millionen Euro pro Jahr in das neue Zentrum. Dieses wird als erster auswärtiger Standort des renommierten Heidelberger NCT gegründet. Insgesamt 22 Millionen Euro investiert der Freistaat Sachsen für die Infrastruktur.

„Wir haben eine Situation, in der wir nicht lange warten können“, sagte Wanka. „Es gilt den Vorsprung weiter auszubauen.“ Das neue NCT soll ein weiteres Kernstück des deutschlandweit einmaligen Onkologie-Campus „Oncoray“ werden. „Wir können in einem breiten Spektrum höchst innovative Verfahren anbieten“, sagte Michael Baumann, Professor für Radioonkologie und Direktor des „Oncoray“. Zusammen mit dem Heidelberger NCT würde intensiv geforscht. „Die Zusammenarbeit mit Heidelberg ist von Gutachtern als ‚Weltspitze‘ bezeichnet worden“, erklärte Baumann. Ziel sei eine individualisierte, genau auf den Erkrankten zugeschnittene Krebstherapie.

Großes Potenzial habe dabei die Kombination von Erbgutanalysen und modernen Bildgebungsverfahren. Wie die DNN berichteten, eröffnete Bundesministerin Wanka am Freitag die neue Protonentherapieanlage auf dem Gelände des Uniklinikums. „Dresden hat als Standort in der Krebsforschung enorme Strahlkraft“, sagte Wanka. „Lebensrettung ist das höchste, was man tun kann“. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) erklärte: „Es ist ein Menschheitstraum, Krebs heilen zu können“. Diese Entwicklung mitzubestimmen, sei wichtiges Anliegen.

Für alle, die keine Spezialisten sind, ist solche komplexe und innovative Medizintechnik kaum vorstellbar. Winzige unsichtbare Partikel – in diesem Fall Protonen – werden durch Magnete auf zwei Drittel der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und landen auf einem Krebstumor, den sie gnadenlos einschrumpfen und zerstören. Vorteil gegenüber herkömmlichen Therapien ist, dass die Protonenstrahlen zielsicherer sind und genauer dosiert werden können. Dresden ist einer von deutschlandweit vier Standorten mit Protonentherapieanlagen. Künftig können jährlich etwa 500 Patienten behandelt werden. Für Ärzte und Patienten steht ab Montag eine Hotline bereit. Die Experten sind täglich von 9 bis 11 Uhr und von 13 bis 15 Uhr unter der Nummer (0351) 458 15693 sowie per Mail an protonentherapie@uniklinikum-dresden.de erreichbar.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23. August 2014

Katrin Tominski

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Tag beginnt um 9 Uhr mit dem Morgenkreis. Alle Kinder der Pusteblumengruppe und ihre zwei Erzieher finden sich in der gemütlichen Zimmerecke mit vielen Kissen ein.

09.09.2015

Nachdem im vergangenen Monat in Bienenbeständen der Nachbarlandkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen Ausbrüche der Amerikanischen Faulbrut amtlich festgestellt wurden (DNN berichteten), warnt das Veterinäramt der Landeshauptstadt alle Dresdner Imker vor der gefährlichen Krankheit.

09.09.2015

Der Worte sind genug gewechselt. Schließlich haben unter anderem der Scheune-Verein, die Stesad, die Polizei, das Jugendamt, das Ordnungsamt, das Kultur- und Denkmalamt, Streetworker, die Diakonie, das Dreikönigsgymnasium und der Gewerbe- und Kulturverein Äußere Neustadt mitgeredet.

09.09.2015
Anzeige