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Dresden darf sich jetzt Fairtrade-Stadt nennen

Stadt fairwandeln Dresden darf sich jetzt Fairtrade-Stadt nennen

Dresden ist am Donnerstag in die Riege der „Fairtrade-Städte“ aufgenommen worden. Den Titel tragen weltweit jetzt über 1100 Kommunen. Es ist eine Auszeichnung für bereits entfaltete Aktivitäten und soll Startschuss für ein noch breiteres Engagement für fairen Handel und nachhaltiges Wirtschaften in unserer Stadt sein.

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert bei der Verleihung des Titels „Fairtrade-Stadt“.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Dresden ist am Donnerstag in die Riege der „Fairtrade-Städte“ aufgenommen worden. Oberbürgermeister Dirk Hilbert bekam die Urkunde aus den Händen von Dieter Overath, dem Vorstandsvorsitzenden des TransFair e.V. Das ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung des fairen Handels. Dessen Ziel ist, wie es in der Eigendarstellung des Vereins heißt, „benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika über den fairen Handel zu unterstützen, so dass diese ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen selbstbestimmt verbessern können.“ Als unabhängige Initiative handele TransFair nicht selbst mit Waren, sondern vergebe das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte, die den Anforderungen der internationalen Fairtrade-Standards genügen.

Den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen weltweit jetzt über 1100 Kommunen. Es ist eine Auszeichnung für bereits entfaltete Aktivitäten. So verwenden in Dresden mittlerweile „über 30 Gastronomiebetriebe fair gehandelte Produkte. Weit über 100 Geschäfte vertreiben Waren mit entsprechenden Siegeln. Aber auch viele andere Projekte tragen zum fairen Handel bei“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

„Gemeinsam mit der Allianz ,Sachsen kauft fair’ hatten sich die schon seit Jahren engagierten ,Eine-Welt-Läden’, kirchliche Gruppen, aber auch der Einzelhandelsverband und die Industrie- und Handelskammer dafür stark gemacht, dass faires Konsumieren auch in Dresden stärker in die Blickwelt der Politik geraten soll“, erinnert Michael Schmelich aus der Stadtratsfraktion Bündnis90/Die Grünen. Diese hatte im vergangenen Jahr die Bewerbung der Stadt für den Titel angestoßen. „Es ist gut, dass die Stadt nun eine Vorbildfunktion für verantwortliches Verbraucherverhalten übernimmt“, so Schmelich.

Georg Clauß, Sprecher der Initiative Dresden fair.wandeln, sieht die Auszeichnung der Stadt Dresden mit dem Titel „Fairtrade-Stadt“ als einen „Startschuss für ein noch breiteres Engagement für fairen Handel und nachhaltiges Wirtschaften in unserer Stadt“. „Zertifikate und Siegel entbinden uns nicht von der Verantwortung, unser Einkaufsverhalten zu hinterfragen. Äpfel aus Übersee oder aus Freital? Bio-Kaffee aus dem Discounter oder aus einer Dresdner Kaffeerösterei? Im Kern funktioniert Nachhaltigkeit ganz einfach, nämlich indem wir das nutzen, was da ist. Hier im Dresdner Elbtal ist das eine ganze Menge“, ergänzt der OB.

Von cat.

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