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Lokales Dresden bleibt zwei Wochen ohne neue Asylbewerber
Dresden Lokales Dresden bleibt zwei Wochen ohne neue Asylbewerber
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11:25 07.01.2016
Quelle: JV (Archiv)
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Dresden

Atempause für die Landeshauptstadt Dresden: In den ersten beiden Januarwochen kommen keine neuen Asylbewerber zur Unterbringung in Dresden an. Das erklärte jetzt Ingolf Ulrich, stellvertretender Sprecher der Landesdirektion Sachsen (LDS), auf Anfrage der DNN. "Das war Inhalt einer Absprache mit der Stadtverwaltung Dresden und bedeutet nur einen Aufschub. Die Zuweisungen werden später nachgeholt, um die gleichmäßige Verteilung zwischen den Landkreisen und den kreisfreien Städten sicherzustellen", sagte Ulrich.

Dresden gewinnt immerhin Zeit bei der Suche nach geeigneten Unterkünften für die Asylbewerber. Da gegenwärtig weniger Ausländer nach Deutschland einreisen als in den Herbstmonaten 2015, werde der Freistaat Sachsen auch weniger Asylbewerber als ursprünglich geplant auf die Kommunen verteilen. Noch im Dezember 2015 war Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke) davon ausgegangen, dass die Stadt im Januar 1700 neue Asylbewerber aufnehmen muss.

Das wird laut Ulrich nun nicht eintreten. Genaue Zahlen konnte er noch nicht nennen. Auch für die nächsten Monate würden noch keine Prognosen vorliegen. Die LDS wisse noch nicht, mit wievielen Zugängen der Freistaat rechnen müsse und wieviele Asylbewerber aus den Erstaufnahmeeinrichtungen an die Kommunen verteilt werden sollen. Gegenwärtig hält der Freistaat rund 19 000 Plätze für Asylbewerber in seinen Erstaufnahmeeinrichtungen vor. "Die Kapazitäten sind zur Zeit zu rund 43 Prozent belegt", so der stellvertretende LDS-Sprecher.

Thomas Baumann-Hartwig

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