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Lokales Dresden bekommt eine grüne Oase
Dresden Lokales Dresden bekommt eine grüne Oase
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07:59 26.07.2018
Auf dem Neumarkt zeigt Amtsleiter Reinhard Koettnitz Pflastersteine, die Tuchbahnen symbolisieren und in Kombination mit Platanen an das alte Gewandhaus erinnern sollen. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Dresdner Innenstadt bekommt eine grüne Oase – zumindest eine kleine. Auf dem Neumarkt entsteht derzeit eine Fläche für 28 Platanen. „Hier können die Menschen dann unter schattigen Bäumen sitzen“, freute sich der Chef des Straßen- und Tiefbauamtes, Reinhard Koettnitz, am Mittwoch. Doch das ist nur ein angenehmer Nebeneffekt.

So soll es auf dem Neumark einmal aussehen. Die grüne Oase symbolisiert das alte Gewandhaus. Quelle: Dresden//Rehwaldt Landschaftsarchitekten

Die Anlage soll an das alte Gewandhaus erinnern, dass vor Jahrhunderten an dieser Stelle stand. Wie Koettnitz auf der Baustelle erläuterte, werden derzeit Flächen mit unterschiedlichen Pflastersteinen belegt, die Tuchbahnen symbolisieren und damit an den früheren Handel im alten Gewandhaus erinnern sollen. Das Gebäude stand zwischen 1591 und 1791 an der Stelle, die gegenüber der Frauenkirche den Neumarkt begrenzt. Daneben befindet sich das Verkehrsmuseum.

Steinbahnen und Bäume symbolisieren Hausumriss

Die Steinbahnen sollen in der Kombination mit den Platanen die Umrisse des früheren Gebäudes markieren, über dessen Wiederaufbau es in der Vergangenheit keine Einigung gegeben hatte. Im Rahmen der ersten „Dresdner Debatte“ am Neumarkt im Juni 2010 hatten sich viele Dresdner Bänke im Schatten unter Bäumen gewünscht. Diese Anregung werde nun aufgegriffen. Auch ein Trinkbrunnen soll in dem etwa 1200 Quadratmeter großen Areal entstehen.

Bauarbeiter verlegen derzeit Pflastersteine verschiedener Herkunft auf dem Neumarkt, die unterschiedliche Tucharten symbolisieren sollen. Später kommen noch Platanen hinzu. Die Steine aus Granit, Basalt und Sandstein stammen aus China, Schweden und Indien und sollen an die Stoffe Lausitzer Leinen, Venezianische Spitze, Anatolischer Kelim und Heringbone Tweed erinnern – und damit die internationalen Geschäfte früherer Zeit. Quelle: Dietrich Flechtner

1,1 Millionen Euro wird das Projekt nach den Angaben des Amtsleiters kosten. Möglicherweise bis zu 120000 Euro davon kommen durch Spenden zusammen und sollen für Bäume und Bänke eingesetzt werden. In würdiger Weise soll mit einer Tafel auf die Spender verwiesen werden. Das bürgerschaftliche Engagement reicht weit über die Grenzen der Stadt hinaus. Der Dresden Trust, der vor 25 Jahren mit dem Ziel gegründet worden war, die Kriegswunden zu heilen und harmonische Beziehungen zwischen Großbritannien und Dresden zu fördern, hatte bereits im März eine Spende von 30000 Euro an die Stadt übergeben.

Eröffnungsfeier im April 2019

Aus diesem Grund lässt die Eröffnung der Oase noch etwas auf sich warten. Zwar werden die vorgezogen Bäume aus einer Baumschule in Niedersachsen im Herbst eingepflanzt. Sie sind dann schon zehn bis elf Meter hoch und werden in der Zukunft so beschnitten, dass sie einen flächigen Eindruck vermitteln und sich nicht so ausbreiten wie auf der Hauptstraße. Doch Blätter haben sie im Herbst freilich nicht. Weil das für eine „grünes Gewandhaus“ nicht den richtigen Eindruck vermittelt, ist die feierliche Eröffnung für ein Bürgerfest im April 2019 vorgesehen. Daran soll dann auch der Herzog von Kent teilnehmen, der seit 1994 Schirmherr des Dresden Trust ist.

Von Ingolf Pleil

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