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Lokales Dresden behält Handyparken in der eigenen Hand
Dresden Lokales Dresden behält Handyparken in der eigenen Hand
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14:37 11.03.2018
Matthias Hundt (links) mit Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) bei der Vorstellung der Dresden-App. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Matthias Hundt, Prokurist der Dresden Information GmbH (DIG), hat den „Dresdner Weg“ beim Handyparken verteidigt. Der städtische Eigenbetrieb IT-Dienstleistungen programmiert gemeinsam mit der DIG eine App für das Handyparken, die im September laufen soll. Das war auf Kritik von VW Sachsen gestoßen (DNN berichteten). „Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen. Wir entwickeln keine neue App, sondern erweitern das Angebot der bereits vorhandenen Dresden-App und Bürger- App um das Handyparken“, erklärte Hundt.

Dresden sei für diese beiden Apps jüngst vom Deutschen Städte- und Gemeindetag als vorbildlich gewürdigt worden. Die Dresdner könnten beispielsweise per Handy Termine in den Bürgerbüros buchen, Petitionen verfassen oder die Verwaltung auf Dreckecken in der Stadt hinweisen. Im September werde die Parkplatz-App als weiteres Angebot hinzukommen, so Hundt. „Wir integrieren sie in den digitalen Service der Stadt.“

Die touristischen Angebote von Dresden seien in einer zweiten App zusammengefasst. Dort werde dann nicht nur auf Sehenswürdigkeiten hingewiesen, die Touristen könnten auch ihren Parkplatz per Smartphone bezahlen. Es handele sich keinesfalls um eine Insellösung, sondern um ein offenes System, so Hundt. „Andere Anbieter können unsere Schnittstelle gerne nutzen. Aber zu unseren Bedingungen.“

Der DIG-Prokurist geht davon aus, dass künftig rund die Hälfte der Bezahlungvorgänge auf städtischen Parkplätzen nicht am Parkscheinautomaten, sondern online getätigt werden. Bei Einnahmen von acht Millionen Euro im Jahr gehe es um ein Volumen von vier Millionen Euro. Externe Anbieter würden 30 bis 40 Prozent der Einnahmen kassieren. „Das wären bei 40 Prozent also 1,4 Millionen Euro, die Dresden verloren gehen würden“, rechnet Hundt vor.

Die Stadtverwaltung habe intensiv verschiedene Varianten geprüft, bevor sie sich für eine eigene Lösung entschieden habe. Damit lasse man sich verschiedenste Möglichkeiten offen. „Wir können für Kongresse Tagestickets anbieten oder einen vergünstigten Tarif zu bestimmten Tageszeiten einführen, der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt“, so Hundt. „Entscheidend ist: Dresden behält alles selbst in der Hand.“

Der DIG-Prokurist verweist darauf, dass der Plan vom Striezelmarkt zwei Millionen Mal aus dem Netz heruntergeladen wurde und die DIG für die Dresden-App 30 000 Downloads pro Jahr registriere. „Dresden stellt sich dem Thema Digitalisierung und ist innovativ“, bekräftigte Hund. Andere Städte würden neidisch auf die Landeshauptstadt schauen und wären froh, wenn sie über ein solches digitales Angebot verfügen könnten.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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