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Dresden baut ab 2018 den Sternplatz um

Abriss der Herkuleskeule noch nicht abzusehen Dresden baut ab 2018 den Sternplatz um

Dresden baut ab 2018 den Sternplatz um. Zuerst kommt die Parkanlage an die Reihe, die mit Fördermitteln aufgehübscht wird. Dann soll der Komplex abgerissen werden, in dem früher die Herkuleskeule untergebracht war. Dort sollen Sozialwohnungen entstehen.

Kommt weg: Der Komplex am Sternplatz wird abgerissen.
 

Quelle: Archiv

Dresden.  Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) geht davon aus, dass der Gebäudekomplex mit dem ehemaligen Saal der Herkuleskeule am Sternplatz nicht vor 2019 abgerissen wird. Das teilte er jetzt in einem Schreiben der Friseurmeisterin Arlett Ospel mit, die in dem Komplex einen Friseursalon betreibt und sich große Sorgen um die Zukunft macht.

Der Gebäudekomplex Sternplatz 1 entspreche in keiner Weise den heutigen städtebaulichen Ansprüchen und Erwartungen, so Schmidt-Lamontain. Deshalb soll das Grundstück durch die kommunale Wohnungsbaugesellschaft „Wohnen in Dresden“ und teilweise durch Bauherrengemeinschaften neu bebaut werden. Bei den Plänen sei angestrebt, dass im Erdgeschoss wieder Handel und Gewerbe möglich werde. „In welchem Umfang und in welcher Art und Weise dies der Fall sein kann, bedarf aber noch weiterer Prüfungen“, so der Baubürgermeister. Die Neuvermietung würde dann der „Wohnen in Dresden“ obliegen.

Er werde die Mieterschaft über den Fortgang und die getroffenen Entscheidungen informieren, kündigte Schmidt-Lamontain an. Auch die „Wohnen in Dresden“ soll die Mieter über die aktuellen Entwicklungen in Kenntnis setzen, wenn die Flächen in das Vermögen der städtischen Gesellschaft übergegangen sind. Das Unternehmen solle auch die Belange der derzeitigen Mieter angemessen bei der Neuvermietung berücksichtigen. „Ob und wie dies möglich ist, kann aber frühestens im Zuge der Planungsphase festgestellt werden.“ Er bedauere es, keine detaillierteren Informationen geben zu können, so der Baubürgermeister. Dies lasse der derzeitige Arbeitsstand nicht zu.

Die Friseurmeisterin hatte sich mehrfach an die Stadtverwaltung gewandt und auf ihre prekäre Situation hingewiesen. Sie betreibt seit 23 Jahren ihren Salon in dem Gebäudekomplex. „Neben zahlreichen Stammkunden aus nah und fern bedienen wir vor allem ältere Bürgerinnen und Bürger aus der unmittelbaren Nachbarschaft, die die Nähe zu unserem Geschäft seit vielen Jahren sehr schätzen“, erklärte Ospel. Die älteren Kunden würden besorgt fragen, was mit dem Friseursalon und der Edeka-Kaufhalle passiere. Ospel bittet die Verwaltung, sie und ihr Geschäft in die weitere Projektplanung einzubeziehen. „Für viele immer ärmer werdende Menschen wird Friseur zur Luxusdienstleistung“, so die Friseurmeisterin. „Ich würde mich sehr freuen, meinen Angestellten und Kunden mitteilen zu können, dass es eine Zukunft an gleicher Stelle oder in unmittelbarer Nachbarschaft gibt.“

Die Stadtverwaltung will den gesamten Sternplatz städtebaulich neu konzipieren und auch die Parkanlage umgestalten. So soll der Park mit Bänken und Liegeflächen mehr Aufenthaltsqualität erhalten, es sind aber auch ein Grillplatz und eine Tischtennisplatte geplant. Für die Neugestaltung der Grünfläche stehen Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau Ost in Höhe von rund 450 000 Euro zur Verfügung. Im nächsten Jahr sollen die Arbeiten beginnen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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