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Dresden: Verein für Knochenmark- und Stammzellenspenden feiert Jubiläum

20 Jahre, 85 000 potentielle Lebensretter Dresden: Verein für Knochenmark- und Stammzellenspenden feiert Jubiläum

„Blutkrebs gemeinsam besiegen.“ Das ist das Ziel des Vereins für Knochenmark- und Stammzellenspenden (VKS). 131 Mitglieder stellen sich dieser Herausforderung, hinzu kommen unzählige ehrenamtliche Helfer und Unterstützer. Und das nicht erst seit ein paar Monaten, sondern seit 20 Jahren. Am Sonnabend feiert der VKS sein Jubiläum im Internationalen Congress Centrum.

Karin Grahnert leitet seit 1999 die VKS-Geschäftsstelle an der Fetscherstraße.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. „Blutkrebs gemeinsam besiegen.“ Das ist das Ziel des Vereins für Knochenmark- und Stammzellenspenden (VKS). 131 Mitglieder stellen sich dieser Herausforderung, hinzu kommen unzählige ehrenamtliche Helfer und Unterstützer. Und das nicht erst seit ein paar Monaten, sondern seit 20 Jahren. Am Sonnabend feiert der VKS sein Jubiläum im Internationalen Congress Centrum.

Wie wichtig das Engagement des Vereins ist, belegen folgende Zahlen: Alle 16 Minuten erhält ein Patient in Deutschland die Diagnose Blutkrebs, weniger als ein Drittel aller Betroffenen findet innerhalb der eigenen Familie einen geeigneten Spender. Und hier kommt der VKS ins Spiel. „Mit Typisierungsaktionen, dem Einwerben von Spenden und Fördermitteln sowie mit Aufklärungsarbeit in ganz Sachsen und darüber hinaus wollen wir erreichen, dass letztlich jedem Leukämiepatienten geholfen werden kann“, erklärt Karin Grahnert, die die Geschäftsstelle an der Fetscherstraße bereits seit 1999 leitet. Mehr als 85 000 potentielle Lebensretter zwischen 18 und 55 Jahren konnte der Verein in den vergangenen zwei Jahrzehnten überzeugen, mittels Wattestäbchen ihre Gewebemerkmale registrieren zu lassen.

Mit allerlei Irrtümern müssen die 64-Jährige und ihre fünf Mitstreiterinnen dabei immer wieder aufräumen. Der größte: „Für eine Knochenmarkspende wird nichts in den Rücken gebohrt“, versichert Grahnert. Ganz im Gegenteil: Bei 80 Prozent der Spenden wird eine Blutstammzellspende vorgenommen, ähnlich wie bei einer Blutplasmaspende über die Armvenen. Bei den restlichen 20 Prozent erfolgt eine Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm unter Vollnarkose.

Menschen, die mehr tun als sie müssen – ihnen gilt der Dank der VKS-Mitarbeiter. „Leute kennenzulernen, die so selbstlos sind, ist das schönste an meiner Arbeit und motiviert mich. Es macht einfach jeden Tag Spaß. So war es am Anfang, so ist es trotz aller Herausforderungen auch heute noch“, sagt Karin Grahnert.

Und deshalb geht es immer weiter. Ziel ist es, mindestens 20 000 Spender pro Jahr zu registrieren. 2017 ist man auf einem sehr guten Weg, bereits in den ersten vier Monaten konnte die Datei um 12 000 neue Personen aufgefüllt werden. Das liegt aber auch daran, dass es in diesem Jahr bereits drei mediale Aufrufe für Kinder gegeben hat, etwa den der kleinen Amalia, für die zwei Typisierungsaktionen in Radeberg stattgefunden haben (DNN berichteten). „Bei Kinderschicksalen haben wir eine enorme Resonanz“, sagt Grahnert.

Ein Kinderschicksal ist auch das von Danilo Saric aus Montenegro. Der heute Zwölfjährige erkrankte 2013 an Leukämie. Die Knochenmarkspende von Oliver Richter aus Dresden rettete sein Leben. Am Sonnabend werden sich beide erstmals gegenüberstehen. Als Ehrengäste gewürdigt werden zudem die 80 000. registrierte Spenderin Heike Rieger und der 600. Stammzellspender Stefan Fleischer. Die Feierlichkeiten im Internationalen Congress Center starten mit Grußworten von Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU).

Kontakt für Spender oder Unterstützer: Verein für Knochenmark- und Stammzellenspenden e.V., Fetscherstraße 72, Tel.: 56 37 76 811, info@vks-sachsen.de, www.vks-sachsen.de

Von Christin Grödel

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