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Lokales Dresden: Verdi setzt Warnstreiks im Einzel- und Versandhandel fort
Dresden Lokales Dresden: Verdi setzt Warnstreiks im Einzel- und Versandhandel fort
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17:58 09.09.2015
Quelle: dpa

Als Reaktion auf die von Arbeitgeberseite vorzeitig beendeten Tarifgespräche im Einzel- und Versandhandel für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat die Gewerkschaft in Sonneberg, Suhl, Hildburghausen , Erfurt, Gera und Dresden rund 290 Mitarbeiter zum Ausstand aufgerufen.

Wie Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago auf Anfrage von DNN-Online bestätigte, würden die jeweils ganztägigen Streiks noch bis Samstag in Dresden fortgesetzt. Am Mittwoch hatten die Arbeitgeber zwar ein Angebot für Lohnerhöhungen vorgelegt, nicht aber zu den Arbeitsbedingungen. „Die Enttäuschung bei den Leuten ist sehr groß“, sagte Lauenroth-Mago. Der Handelsverband Mitteldeutschland hatte angeboten, dass Löhne und Gehälter zum 1. September um 2,5 Prozent steigen. In einem zweiten Schritt am 1. Juni 2014 seien weitere 1,5 Prozent vorgesehen. Das ist Verdi zu wenig. Die Gewerkschaft fordert für 265 000 Beschäftigte in allen drei Ländern einen Euro mehr pro Stunde und eine höhere Ausbildungsvergütung. Die vom Handelsverband geforderte Streichung von Zuschlägen und Flexibilisierung der Arbeitszeit lehnt Verdi ebenso ab. „Statt wie bisher mit Arbeitsstunden pro Monat zu planen, will der Handelsverband eine Jahresarbeitszeit durchsetzen.

Eine Verkäuferin würde dann nicht mehr 30 Stunden im Monat sondern 1500 im Jahr arbeiten“, so Lauenroth-Mago. In der Vorweihnachtszeit würde dann etwa eine eigentliche Teilzeitkraft Vollzeit arbeiten und in den Sommermonaten gar nicht. „Für die Verkäuferinnen, die meist Familie haben, ist das aus Planungssicht eine Katastrophe.“ Das Arbeitgeber-Angebot sei laut Lauenroth-Mago eine „erste Bewegung“. Bei den zusätzlichen Punkten sei gegen eine „Weiterentwicklung“ von Tarifverträgen zwar nichts zu sagen, es dürfe aber keine Verschlechterung für die Beschäftigten geben. Dazu zählte er vor allem eine weitgehende Flexibilisierung der Arbeitszeit. „Ungeplante Arbeitszeit macht den Großteil der Belastung aus und macht krank.“

Am Mittwoch hatten Arbeitgebervertreter die Gespräche in Erfurt nach wenigen Minuten abgebrochen und ihr Angebot schriftlich übergeben. Ihr Verhandlungsführer, Andreas Schrödinger, erklärte sich aber für die Vereinbarung neuer Gespräche bereit. Lucas sagte, die Arbeitgeber hätten sich nicht an der Kundgebung von 300 Warnstreikenden am Verhandlungsort gestört, sondern daran, dass gezielt Firmen der Verhandlungsführer bestreikt worden seien.

Julia Vollmer

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