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Dresden Trust stellt aufbereiteten Bestand vor

Stadtarchiv Dresden Trust stellt aufbereiteten Bestand vor

Das Dresdner Stadtarchiv hat am Freitag die aufbereiteten Bestände des Dresden Trust präsentiert. Damit ist der Bestand, der dem Stadtarchiv im Oktober 2015 übergeben wurde, der Öffentlichkeit zugänglich.

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Michael Noth (Foto) und Marco Iwanzeck haben den Bestand der Stiftung Dresden Trust archivwissenschaftlich bearbeitet.

Dresden. Das Dresdner Stadtarchiv hat am Freitag die aufbereiteten Bestände des Dresden Trust präsentiert. Damit ist der Bestand, der dem Stadtarchiv im Oktober 2015 übergeben wurde, der Öffentlichkeit zugänglich.

Der Dresden Trust wurde 1993 von Dr. Alan Russell gegründet, um den Wiederaufbau des Stadtkerns und der Frauenkirche zu erwirken, die nach britischer und amerikanischer Bombardierung im Februar 1945 zerstört worden waren. Thomas Kübler, Direktor des Stadtarchivs, dankte besonders Michael Noth und Marco Iwanzeck, die für die archivwissenschaftliche Bearbeitung zuständig waren.

„Ein Stadtarchiv ist nicht nur die Geschichte einer Stadt, sondern auch das kulturelle Gedächtnis“, weiß Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch. „Die Frauenkirche ist ein Zeichen der Versöhnung und des Friedens sowie der Verständigung zwischen Deutschland und Großbritannien. Besonders das Kuppelkreuz ist Zeugnis dieser Freundschaft.“

Dem schloss sich Eveline Eaton, Vorsitzende des Dresden Trust, an. „Das goldene Kuppelkreuz wurde seinerzeit bei der Londoner Firma Grant Macdonald in Auftrag gegeben. Erst später stellte sich heraus, das der ausführende Goldschmied Alan Smith der Sohn einer der Bomberpiloten über Dresden war.“ Der Dresden Trust förderte auch den Dresdner Rosengarten sowie einen britisch-deutschen Freundschaftsgarten im mittelenglischen Lichfield.

Initiatorin Martina de Maizière lobte Kübler als den wohl umtriebigsten Stadtarchivar Deutschlands. Über ihn war sie an den Kontakt von Dr. Russell gekommen war. „Dieser besitzt eine Wohnung in Dresden, in der ich ihn einmal besucht habe. Dort standen eine Menge Fotoalben mit Bildern rund um den Dresden Trust. Dr. Russell war so großzügig, dem Stadtarchiv diese Alben zu überreichen.“ Ebenfalls zeigte sie sich positiv überrascht, dass der Bestand innerhalb eines Jahres aufbereitet werden konnte.

„Viele Schriftstücke befanden sich in gutem Zustand und korrekt beschrifteten Ordnern“, berichtete Noth. „Einige Kisten waren jedoch nur sehr vage beschrieben. Auch mit Schimmel und Korrosionen hatten wir zu kämpfen, so dass eine intensive technische Bearbeitung notwendig war.“ Im Bestand seien nun 12,1 Meter Akten, auf einen Meter kommen rund 15 000 Blatt Papier. Aber auch Plakate, Fotos, technische Zeichnungen und Videobänder gehören dazu.

Der Dresden Trust setzt sich für den kulturellen Austausch, insbesondere mit der Partnerstadt Coventry, ein. Aber auch der Schüler- und Studentenaustausch soll gefördert werden. „So wollen wir dafür sorgen, dass der Dresden Trust auch in den kommenden Generationen ein Begriff bleibt“, wünscht sich Eaton.

Von Gerrit Menk

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