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Lokales Dresden Nazifrei startet neue Kampagne mit Straßentheater
Dresden Lokales Dresden Nazifrei startet neue Kampagne mit Straßentheater
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16:23 24.09.2016
Mit einem kurzen Straßentheater ist das Bündnis Dresden Nazifrei am Samstagnachmittag in seine neue Kampagne „Nichts gegen Dresden, aber...“ gestartet.   Quelle: S. Lohse
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Dresden

Mit einem kurzen Straßentheater ist das Bündnis Dresden Nazifrei am Samstagnachmittag in seine neue Kampagne „Nichts gegen Dresden, aber...“ gestartet. Vor gut 100 Zuschauern auf dem Dr.-Külz-Ring bedienten sich die Nazi-Gegner dabei beim Theaterstück Graf Öderland und konfrontierten die Dresdner mit Pegida-Äußerungen.

Jedes einzelne gesagte Wort hätten Pegida-Anhänger schon in Kameras gesagt, stellte Bündnis-Sprecher Albrecht von der Lieth klar und erschreckte damit einige ältere Zaungäste, die das Geschehen bis dahin kopfschüttelnd verfolgt hatten. Und, fuhr von der Lieth fort, zu oft bleibe das Gesagte unwidersprochen. Daher müsste man diesen Chor eigentlich täglich durch die Stadt schicken, um die Dresdner damit zu konfrontieren und Jedem eine Haltung abzuverlangen.

Denn zu oft fehle der Mehrheit der Dresdner eine klare Haltung zu rassistischen Äußerungen, betont Dresden Nazifrei. Daher ändert das Bündnis nun seinen Kurs. Weg von der Fokussierung auf den 13. Februar, hin zu einer ganzjährigen Arbeit in der Stadt. „Uns geht es um die Verteidigung von Grundwerten und Grundrechten“, so von der Lieth. „Nicht um den Ruf der Stadt oder Tourismuszahlen“.

Mit einem kurzen Straßentheater ist das Bündnis Dresden Nazifrei am Samstagnachmittag in seine neue Kampagne „Nichts gegen Dresden, aber...“ gestartet.

„Wir haben nichts gegen die Stadt“, so der Sprecher weiter. Aber man richte sich gegen vorhandenen Rassismus, gegen den hier gepflegten Opfermythos und gegen Teile von Verwaltung und Polizei, die sich offen rechtslastig geben. „Wir halten dieser Stadt und ihrem Rassismus den Spiegel vor“, kündigt er an.

Dafür will sich das Bündnis nun ein Jahr lang unter dem Motto „Nichts gegen Dresden, aber..“ engagieren. Geplant sind eigene Aktionen wie ein Filmrundgang am Samstagabend, Bildungsangebote und direkte Hilfe für engagierte Dresdner, die selbst etwas gegen Pegida und Co. unternehmen wollen.

Von S. Lohse

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