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Lokales Keine Mehrheit für „Elixir“
Dresden Lokales Keine Mehrheit für „Elixir“
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09:58 15.12.2016
Baufällig: Das Grundstück an der Königsbrücker Straße.  Quelle: Archiv
Dresden

Die Mehrheit der neunköpfigen SPD-Stadtratsfraktion bleibt standhaft: Die ehemalige Arbeitsanstalt auf der Königsbrücker Straße – das denkmalgeschützte Gebäude wurde zuletzt als Kreiswehrersatzamt genutzt – soll an einen Investor verkauft werden und nicht an den Verein Elixir gehen. Dieser Verein will das Grundstück in Erbbaupacht übernehmen und dort ein integratives Wohnprojekt etablieren. Nach den Plänen der Stadtverwaltung soll das Grundstück für 2,7 Millionen Euro verkauft werden.

Die Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen machen sich für „Elixir“ stark. Auch der SPD-Unterbezirk hat einen Beschluss pro „Elixier“ gefasst, doch SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Avenarius, Fraktionsgeschäftsführer Thomas Blümel und drei weitere Stadträte wollen ihrem Gewissen folgen und nicht der Partei. „Es wäre ein katastrophaler Fehler, das Verfahren in dieser Weise zu verändern“, findet Avenarius, „ich habe schon auf dem Parteitag gesagt, dass ich nichts versprechen werde, was ich nicht halten kann.“

Die Sozialdemokraten hätten sich von dem Investor das Projekt erläutern lassen. Dieser plane ebenfalls einen Anteil integratives Wohnen, aber auch Mehrgenerationenwohnen, Räume für die Kreativwirtschaft, Ausbauhäuser für junge Familien und ein Forum für Kunst und Architektur. Der Investor habe bereits Projekte wie den Umbau der Bienertmühle in Plauen gestemmt, ihm sei das Vorhaben zuzutrauen. „Dafür wird eine gewisse Leistungsfähigkeit gebraucht“, meint Blümel und verweist auf fehlende Referenzen von „Elixir“.

Vier SPD-Stadträte haben angekündigt, sich an den Beschluss der Partei zu halten und für den Verein zu stimmen. Zu wenig für eine Mehrheit, denn CDU, FDP/Freie Bürger und AfD haben bereits im Vorfeld geäußert, dass sie nichts von den „Elixir“-Plänen halten.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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