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Lokales Dresden International School wird 20 Jahre
Dresden Lokales Dresden International School wird 20 Jahre
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10:18 01.09.2016
Der charismatische US-Amerikaner John F. Nelson leitet die Dresden International School seit zwei Jahren. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Wie die Zeit vergeht: Die Dresden International School (DIS) wird 20 Jahre alt und feiert das Jubiläum am Freitag, 2. September, gebührend mit einer festlichen Zeremonie. „Die amerikanische Mezzosopranistin Tichina Vaughn, Ensemblemitglied der Semperoper, wird einen 50 Mann starken Laienchor leiten, der sich extra für den Geburtstag zusammengefunden hat“, kündigt Schulleiter John F. Nelson an. Außerdem werde ein Baum gepflanzt – eine Zeder, die es vor allem in Vorderasien gibt. „Unser libanesischer Physiklehrer, der die Klassen zehn bis zwölf unterrichtet, hat sie gespendet“, berichtet Nelson. Mit der Baumpflanzaktion solle eine neue Tradition eingeläutet werden. Die Bäume würden künftig die Kontinente der Erde repräsentieren.

„Es ist sehr angenehm, hier in Dresden zu arbeiten“, resümiert der Direktor. Seit zwei Jahren leitet der charismatische US-Amerikaner die Dresden International School. Zuvor war er elf Jahre lang Direktor der American School in Switzerland. In die Schweiz wird der 59-Jährige im kommenden Schuljahr auch zurückkehren. Dann übernimmt der Brite Steven Calland-Scoble die Leitung der DIS.

Angefangen hatte alles im Jahre 1996 mit der Nachfrage von internationalen Firmen wie AMD, die sich in Sachsen niederlassen wollten und ein schulisches Angebot erwarteten. 13 Kinder kamen am ersten Schultag. Heute lernen knapp 500 Schüler an der DIS und der dazugehörigen Kita. Die Jüngsten (ein bis fünf Jahre) sind in einer Villa an der Goetheallee 18 untergebracht. Dass schon einjährige Kinder aufgenommen und ebenso wie die Zweijährigen in separaten Gruppen betreut werden, ist Nelson zufolge neu. Die Nachfrage nach Plätzen in diesen Altersgruppen sei in den vergangenen Jahren gestiegen, so dass jetzt mehr Kleinkinder in der Villa aufgenommen würden. „Im Moment sind alle Plätze belegt“, so der Schulleiter.

Den im Jahr 2008 für zwölf Millionen Euro errichteten Annen-Campus im Stadtzentrum besuchen Schüler von der Vorschule bis zur 12. Klasse. Sie kommen aus 48 Nationen – darunter aus den USA, aus Japan, Australien, Brasilien, Saudi-Arabien und Indien. Jeder zweite Schüler habe ein Elternteil mit deutscher Staatsbürgerschaft. Bei 40 Prozent seien Mutter und Vater Deutsche.

85 Lehrer aus 20 verschiedenen Ländern unterrichten an der Internationalen Schule. Besonderheit an der DIS: Unterrichtssprache ist Englisch. Ab der 1. Klasse lernen die Kinder Deutsch. Spanisch beginnt in Klasse 6.

Die ersten Absolventen haben 2004 ihr International Baccalaureate-Diplom (IB) und damit eine weltweit anerkannte Hochschulzugangsberechtigung erhalten. In Deutschland gilt dieser Abschluss als Abitur. Das Lehrprogramm teilt sich in drei aufeinander bauende Stufen – Primary Years Programme (Vorschule und Klassen 1 bis 5), Middle Years Programme (Klassen 6 bis 10) und Diploma Programme (Klassen 11 und 12). Es werde regelmäßig von außen begutachtet und bewertet, erklärt Nelson.

Der Besuch an der DIS hat seinen Preis. Die Gebühren bestehen aus Schul- und Sponsoring-Geld und betragen zwischen 6700 Euro pro Jahr in der Kita und 11 600 Euro für die älteren Jahrgänge. Jeder dritte Schüler nimmt finanzielle Unterstützung in Anspruch. „Um Schulplätze auch für Flüchtlingskinder finanzieren zu können, sind wir auf der Suche nach Paten“, erklärt Nelson.

Von Katrin Richter

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