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Lokales „Dresden Information“ bleibt im QF
Dresden Lokales „Dresden Information“ bleibt im QF
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11:03 22.11.2015
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Dresden

Die „Dresden Information“ wird nicht in den Kulturpalast zurückkehren. Das hat der Stadtrat am Donnerstagabend auf Antrag der Grünen mit großer Mehrheit beschlossen. Die Stadt wird die Vergabe der touristischen Dienstleistungen ab 2017 ohne Bindung an den Standort Kulturpalast ausschreiben. Die für den Umbau des Kulturpalastes zuständige Kommunale Immobilien GmbH & Co. KG (KID) soll dem Stadtrat alternative Nutzungskonzepte für die Räume vorlegen, die für die „Dresden Information“ vorgesehen waren. Oberste Maxime: Es darf nichts kosten und keine Bauverzögerungen verursachen.
„Wir haben im Quartier an der Frauenkirche ein multimediales Besucherzentrum und eine doppelt so große Fläche wie im Kulturpalast“, begründete Grünen-Fraktionsvorsitzende Christiane Filius-Jehne den Antrag. Die Angebote der „Dresden Information“ im QF wären im Kulturpalast nicht möglich. Auch andere Interessenten an den touristischen Dienstleistungen hätten ihr signalisiert, dass sie den Kulturpalast für ungeeignet halten, so Filius-Jehne.
Steffen Kaden, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, stimmte zu. „Wir haben mit der Touristinformation am Neumarkt einen Volltreffer gelandet. Dieses Besucherzentrum sucht seinesgleichen“, lobte er. Und erinnerte dabei auch an die entstehenden Kosten: Als die „Dresden Information“ noch im Kulturpalast saß, habe die Stadt einen jährlichen Zuschuss von 912 000 Euro gezahlt. Der jetzige Betreiber werde dagegen nur mit 620 000 Euro pro Jahr unterstützt.
Wenn aber die „Dresden Information“ nicht in den Kulturpalast einzieht, dann müssten Konzepte für eine andere Nutzung vorliegen, so Filius-Jehne. Die SPD-Fraktion brachte gleich mal einen Vorschlag ein – die Stadt könne doch eine Ganztagsbetreuung für Kinder in den Räumen anbieten, so Fraktionsgeschäftsführer Thomas Blümel. Das fand allerdings keine Mehrheit bei den Stadträten.
Filius-Jehne erklärte, auch das Thema Gastronomie im Kulturpalast solle abschließend geprüft werden. Die Aussichten seien aber nicht günstig – weil Mehrkosten tabu seien. Der Einbau einer Gaststätte wird rund 300 000 Euro kosten (DNN berichteten).
Nach DNN-Informationen hat die ElbeZeit GmbH den Zuschlag für die gastronomischen Leistungen im Kulturpalast erhalten. Das Angebot besteht bisher aus einem Bistro unter dem Arbeitstitel „Lesecafé“ und einer  nichtöffentlichen Kantine für die Mitarbeiter von Philharmonie, Städtischen Bibliotheken und Herkuleskeule. Sollte im Erdgeschoss eine Gaststätte entstehen, dann würde sie auch von der ElbeZeit betrieben werden.
Die ElbeZeit GmbH ist ein Tochterunternehmen der Sächsischen Dampfschiffahrt und zeichnet für das Catering auf den Elbedampfern verantwortlich. Darüber hinaus hat das Unternehmen auch das Catering auf dem Flughafen übernommen und jüngst zusätzlich den Zuschlag für die Gastronomie im Dresdner Zoo erhalten.

tbh

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