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Lokales Dresden: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
Dresden Lokales Dresden: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
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12:00 28.01.2018
Die Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus am Münchner Platz.  Quelle: Anja Schneider
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Dresden

 Am Sonnabend, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, wurden auch in Dresden an verschiedenen Stellen Blumen abgelegt und mahnende Worte gesprochen. Am Bahnhof Neustadt beteiligten sich am Nachmittag rund 50 Menschen am Gedenken. Am nahen Leipziger Bahnhof wurden noch 1945 Dresdner jüdischen Glaubens nach Auschwitz deportiert. Am Bahnhof Neustadt erinnern daran eine Gedenktafel und ein in den Boden eingelassener Davidstern.

Vertreter der sächsischen Linken erinnerten an die Schicksale Dresdner Juden und mahnten, dass Antisemitismus auch heute noch eine Gefahr ist. Der Landtagsabgeordnete Lutz Richter forderte erneut einen sächsischen Antisemitismusbeauftragten. Zudem soll der Freistaat Schülerfahrten zu ehemaligen Konzentrationslagern fördern.

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Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen die Insassen des KZ Auschwitz-Birkenau. Im größten Vernichtungslager der Nationalsozialisten wurden mehr als eine Million Menschen ermordet. Auch in Dresden gedachten Menschen an verschiedenen Orten des historischen Datums.

Zur Stunde der Erinnerung legten in der Gedenkstätte Münchner Platz unter anderem Wissenschafts- und Kunstministerin Eva-Maria Stange, der Chef der Staatskanzlei Oliver Schenk und Dresdens Erster Bürgermeister Detlef Sittel Blumen nieder.

Am Montag um 12 Uhr werden in der Dresdner Kreuzkirche Schüler, Bürger und Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen die Namen von in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Juden sowie Sinti und Roma verlesen. Zum Abschluss spricht Gemeinderabbiner Alexander Nachama um 16 Uhr das Kaddisch.

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus wird seit 1996 bundesweit und seit 2005 international am 27. Januar begangen. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Von fs/sl

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