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Lokales Dresden Dialog zur kommunalen Friedenskultur
Dresden Lokales Dresden Dialog zur kommunalen Friedenskultur
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17:03 27.09.2017
Durch den Dresden Dialog erhofft sich Oberbürgermeister Dirk Hilbert einen Anstoß für die kommunale Friedenskultur. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Vertreter aus 32 europäischen Städten beraten Anfang kommender Woche in Dresden über aktuelle Probleme des Zusammenlebens in den Stadtgesellschaften. Vor dem Hintergrund der jahrelangen Auseinandersetzung mit dem islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bündnis wolle die sächsische Landeshauptstadt beim Internationalen Dresden Dialog Impulse für die Diskussion über friedliche Meinungsbildung und -austausch geben, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Mittwoch.

Städte in ganz Europa sähen sich durch Flucht und Migration, wirtschaftliche und soziale Ungleichheiten, politische und religiöse Extremismen mit ernsten Herausforderungen konfrontiert. „Polarisierungen in Stadtgesellschaften sind überall spürbar“, sagte er. Wie man der drohenden Spaltung begegnen könne, solle beim Dresden Dialog erörtert werden.

Mehr als 35 internationale Gäste - darunter 10 Stadtoberhäupter - würden ab kommendem Sonntag bis zum Tag der Deutschen Einheit am Dienstag zu verschiedenen Arbeitstagungen und Gesprächsforen erwartet, sagte Matthias Neutzner, Vorsitzender der Memorare Pacem Gesellschaft für Friedenskultur, die den Dialog zusammen mit der Stadt veranstaltet. Auch Vertreter von Kunst, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wollten über Lösungsansätze beraten. „Wir hoffen, dass wir aus unserer Dresdner Perspektive etwas zurückgeben können.“

Es gehe um Themen wie den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Konfliktkultur, Kunst als Provokation und Vermittlung oder die Frage, ob man Frieden lernen kann. Die Veranstaltungen im Hygienemuseum und in Rathaus seien öffentlich. „Wir möchten, dass die Teilnehmer erreichbar sind für die Dresdnerinnen und Dresdner.“ Für Memorare Pacem sei es die dritte Veranstaltung dieser Art, „aber die erste in Kooperation mit der Stadt“.

Der 3. Oktober sei nach den Krawallen von Pegida-Anhängern bei der Zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit im vergangenen Jahr bewusst gewählt, sagte Hilbert. „Das ist eine Thematik, die nicht nur uns betrifft.“ Denn Nationalstaatsdenken und populistische Parteien gebe es quer durch Europa und die Welt. „Wir wollen uns aber bewusst ganz vorne in die Reihe stellen.“

dpa

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