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Dresden: Baustopp für Florana an der "Bautzner"

Dresden: Baustopp für Florana an der "Bautzner"

Heinz Nettekoven brummt und nuschelt, dieses Thema gefällt ihm gar nicht, gibt er dem Anrufer zu verstehen. "Baustopp...", murmelt Nettekoven, "Bauverzug.

Von christoph Springer

.." und: "Das kostet." Von sechs Wochen Zwangspause ist die Rede und einem fünfstelligen, vielleicht sogar sechsstelligen Verlust pro Woche. Da will er sich nicht so genau festlegen. "Weiß ich nicht", sagt der Investor, der an der Bautzner Straße in der Neustadt ein Geschäfts- und Parkhaus errichten will. Die Bauarbeiten ruhen, am 15. August schon hat das Verwaltungsgericht auf Antrag eines Grundstücksnachbarn einen entsprechenden Bescheid erlassen. Denn ein bloßer Widerspruch gegen eine einmal erteilte Baugenehmigung hat keine aufschiebende Wirkung, erklärte Gerichtssprecher Robert Bendner, es könne weitergebaut werden, "auf eigenes Risiko des Bauherrn". Der Grundstücksnachbar wollte den Baustopp und so kam er dann auch. Sehr zum Missfallen von Heinz Nettekoven, auf dessen Internetseite steht, es werde zwischen zwölf und 14 Monate lang gebaut. Nun sind fast zwei Monate vergangen, ohne dass sich ein Rad gedreht hat auf den Grundstücken Bautzner Straße 33 bis 35.

In dieser Woche könnte sich das ändern, hofft der Investor aus Weimar. Er hat gegen die Zwangspause Beschwerde eingelegt und rechnet nun jeden Tag mit einer Nachricht vom Oberverwaltungsgericht in Bautzen. Doch es droht bereits neues Ungemach. Ein weiterer Nachbar hat einen Antrag gegen Nettekovens Baupläne eingereicht, eine Entscheidung steht noch aus, so Bendner.

Die Vorwürfe, die derzeit gegen den Investor im Raum stehen, klingen hart. Von einer "erdrückenden Wirkung" des Geschäfts- und Parkhauses spricht der Grundstücksnachbar, das Vorhaben halte sich nicht an die historische Grundstücksgrenze, nötige Abstandsflächen würden ebenfalls nicht eingehalten. Überhaupt verstoße das Bauvorhaben "gegen das Gebot der baulichen Rücksichtnahme" und sei viel zu groß.

Über all diese Vorwürfe muss die Landesdirektion Dresden entscheiden, erklärte Robert Bendner. Nettekoven hätte weiterbauen könne, aber das Verwaltungsgericht hat auf Antrag des Klägers die "aufschiebende Wirkung dessen Widerspruchs gegen die erteilte Baugenehmigung" angeordnet. Das entspricht einem Baustopp, auch wenn es aus juristischer Sicht kein Baustopp ist. So ähnlich erklärt es auch die Stadtverwaltung: "Das Verwaltungsgericht bezweifelt die Rechtmäßigkeit der Baugenehmigung", hieß es auf DNN-Anfrage aus dem Rathaus, das Hauptverfahren habe noch nicht stattgefunden. Das bedeutet, eine Entscheidung über die Einwände des Grundstücksnachbarn steht noch aus. Nettekoven muss also zähneknirschend zusehen, wie die Zeit vergeht, ohne dass er bauen kann.

Gegenüber, an der Ecke Weintraubenstraße/Bautzner Straße, wird unterdessen emsig gebaggert. Dort wurden alte Gebäude abgerissen. Im Moment wird der Baugrund vorbereitet. Laut Stadt ist auf der Fläche ein Gebäude mit mehr als 120 Studentenappartements und zwei Ladeneinheiten im Erdgeschoss geplant.

mehr unter www.florana.info

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