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Lokales Drei Interessenten für "Palais Hoym"
Dresden Lokales Drei Interessenten für "Palais Hoym"
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20:34 09.09.2015
8804 Quadratmeter warten auf einen Käufer. Noch in diesem Jahr könnte der Verkauf über die Bühne gehen. Quelle: Dietrich Flechtner

Das Geld ist wegen der Niedrigzinspolitik nichts mehr wert, Investoren flüchten in Sachwerte. Grundstücke und Immobilien stehen hoch im Kurs. Gute Zeiten für Grundstücksverkäufer. Das Quartier III am Neumarkt ist alles andere als ein Ladenhüter. Es ist ein Filetstück am besten Platz Dresdens. Trotzdem hat es der Freistaat Sachsen jahrelang nicht geschafft, den Standort des früheren Polizeigebäudes an die Frau oder den Mann zu bringen.

Doch die jüngste Ausschreibung im vergangenen Jahr soll die Wende einleiten. Nach DNN-Informationen sind drei seriöse Bewerber im Rennen für die 8804 Quadratmeter große Fläche, auf der als Leitbau das im Krieg zerstörte "Palais Hoym" wiederentstehen soll. Noch dieses Jahr könnte der Name des Investors feststehen, heißt es.

Andrea Krieger, Sprecherin des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), hält sich allerdings noch zurück. Sie verweist auf die Größe der Immobilie und das schwierige Baurecht. Faktoren, die es einem potenziellen Investor schwer machen würden, sich für das Grundstück zu begeistern.

Faktor eins ist allerdings hausgemacht: Der Freistaat hat es bisher abgelehnt, einzelne Parzellen des riesigen Grundstücks zu verkaufen. 2005 wurde der DDR-Anbau an das historische Polizeipräsidium abgerissen, seitdem läuft die Investorensuche für die Fläche zwischen Rampischer Straße und Landhausstraße. Wer die Immobilie haben will, muss angesichts der Quadratmeterpreise am Neumarkt schon gut bei Kasse sein.

Faktor zwei ist der prominenten Lage des Grundstücks geschuldet: "Interessierte Investoren brauchen ausreichend Zeit, um überzeugende und tragfähige Konzepte und Finanzierungen zu entwickeln", erklärt Krieger. "Insbesondere der laut Gestaltungssatzung zu realisierende Leitbau des Palais Hoym sowie der für das Quartier bestehende Bebauungsplan der Landeshauptstadt Dresden stellen die Investoren und deren Architekten vor eine große Herausforderung" so die SIB-Sprecherin.

Einer der aussichtsreichen Bewerber für das Grundstück plant nach DNN-Informationen mehr als 200 Wohnungen in mehreren Gebäuden im Quartier III. Sollte er den Zuschlag erhalten und seine Pläne umsetzen können, würde sich der Charakter des touristisch geprägten Viertels wandeln. Es gäbe nicht mehr nur Menschen, die in Hotels für einen begrenzten Zeitraum in der Mitte der Stadt wohnen, sondern immer mehr dauerhafte Bewohner. Auch das Frankfurter Unternehmen MMZ plant in seinem "Frieseneck" an der Landhausstraße Wohnungen (DNN berichteten).

Laut Krieger laufen gegenwärtig zwischen dem Freistaat Sachsen, vertreten durch den SIB, und der Landeshauptstadt Abstimmungen. "Erst danach steht fest, ob und gegebenenfalls an wen und zu welchen Bedingungen die Immobilie verkauft werden kann", dämpft die SIB-Sprecherin übergroße Erwartungen.

Der Freistaat Sachsen erwarte einen Kaufpreis, der sich an den Verkaufspreisen für die benachbarten Quartiere und am Bodenrichtwert des Gutachterausschusses der Landeshauptstadt Dresden orientiere, so Krieger. Das wäre dann ein Preis um die 4000 Euro pro Quadratmeter. Macht allein für die Anschaffung des Grundstücks rund 35 Millionen Euro. Viel Holz für einen Investor. Selbst jetzt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.01.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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