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Lokales Dr. Quendt bleibt im Stollenschutzverband
Dresden Lokales Dr. Quendt bleibt im Stollenschutzverband
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14:43 13.04.2016
Lassen sich das Siegel „Dresdner Christstollen“ und der Traditionsbäcker Dr. Quendt tatsächlich auseinander dividieren? Nein: Das Dresdner Backhaus bleibt im Schutzverband. Quelle: dpa-Zentralbild
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Dresden

Die Dresdner Spezialitätenbäckerei Dr. Quendt hat nicht vor, auf das imageträchtige Stollensiegel zu verzichten. Entsprechende Berichte über einen möglichen Austritt des traditionsreichen Backhauses aus dem Stollenschutzverband entbehrten jeder Grundlage, erklärte Verbandsvorsitzender Henry Mueller am Mittwoch gegenüber DNN. „Dr. Quendt bleibt Mitglied“, sagte Mueller. Doch werde man sich zu Hintergründen und neuen Vereinbarungen erst am 20. April nach der nächsten Vorstandssitzung äußern.

Damit bleibt offen, ob nicht eventuell die neue Zusammensetzung des Vorstands – nämlich nachlesbar ohne ein Mitglied aus dem Hause Quendt – Stein des Anstoßes gewesen sein könnte.

Das Unternehmen Dr. Quendt, seit dem Jahr 2000 im Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee ansässig, ist seit 2014 im Besitz der Aachener Lambertz-Gruppe. Matthias Quendt, Sohn des gerade erst verstorbenen Firmengründers Hartmut Quendt, ist dem Familienerbe als Gesellschafter erhalten geblieben. Er erklärte gegenüber DNN, seiner Kenntnis nach habe es Gespräche mit dem Schutzverband gegeben, die durch beträchtliche Preiserhöhungen veranlasst wurden, verwies aber zu Details auf Quendt-Geschäftsführer Stephan Berens. Berens ist im Vorstand der Lambertz-Gruppe zuständig für den kaufmännischen Bereich.

Auf Anfrage bei der Lambertz-Gruppe wurde am Mittwoch gegenüber DNN bestätigt, dass das Dresdner Unternehmen Mitglied im Schutzverband Dresdner Stollen bleibt. Wörtlich hieß es in der Antwort: „Am 12.04.2016 haben Gespräche zwischen dem Schutzverband Dresdner Stollen e.V. und der Dr. Quendt GmbH & Co. KG stattgefunden. Dr. Quendt bleibt aktives Mitglied im Schutzverband und wird sich als großer Dresdner Stollenbäcker weiter gemeinsam mit den anderen 128 Mitgliedsunternehmen im Schutzverband und für die Marke „Dresdner Stollen“ engagieren.“ Angaben zu Hintergründen des Streits wurden nicht gemacht.

Dr. Quendt, vor allem bekannt durch sein Russisch Brot, aber eben auch durch seine immer wieder prämierten Christstollen, hat rund 100 Mitarbeiter und wirft jährlich bis zu zwei Millionen Stollen auf dem Markt. Bei einer Abgabe von rund 15 Cent je Schutzsiegel und Stollen ist das Unternehmen größter Finanzier des Schutzvereins, der sich mit dem alljährlichen Stollenfest vor allem die Werbung für das Weihnachtsgebäck auf die Fahnen geschrieben hat wie auch den juristischen Schutz der Marke.

Von Barbara Stock

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