Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dr. Bettina Hauswald: "Wir können Allergien heilen"

Dr. Bettina Hauswald: "Wir können Allergien heilen"

"Acht Prozent der Bevölkerung leiden an einem allergischen Ekzem, zehn Prozent an allergischem Asthma und 20 Prozent an Heuschnupfen. In zehn Jahren werden es 40 Prozent sein, sagen Prognosen", weiß Dr. Bettina Hauswald.

Voriger Artikel
Mikroelektronik-Industrie fordert in Dresden Unterstützung von Wirtschaftsminister Rösler
Nächster Artikel
Steuersoftare für Autos: Tracetronic Dresden investiert vier Millionen

Studienteamversammlung fürs

Quelle: Felix Silega Mansfaroll, Dr. Bettina Hauswald, Korina Rydl, Dr. Yury Yarin (v.l.) mit Maximilian Höfner (21), einem der Studienteilnehmer. Foto: C. Juppe

"Doch Menschen, die auf Pollen allergisch reagieren, müssen sich damit nicht abfinden. Wir können Allergien heilen", betont die bekannte und international anerkannte HNO-Ärztin und Allergologin aus dem Dresdner Universitätsklinikum.

Ihrer Ansicht nach sollte sich jeder, der an Heuschnupfen leidet, unbedingt einer Therapie unterziehen. "Denn wenn man nichts unternimmt, droht in 40 Prozent der Fälle ein sogenannter Etagenwechsel. Das heißt, dass allergisches Asthma und Kreuzallergien auf Nahrungsmittel folgen." Unter Leitung von Dr. Bettina Hauswald läuft derzeit eine Verträglichkeitsstudie über eine neuartige Form der Spezifischen Immuntherapie. Dafür sucht die Allergie-Expertin noch Heuschnupfen-Patienten im Alter zwischen 18 und 60 Jahren, die unter einer Gräserpollen-Allergie leiden.

"Bei dieser Therapie werden wie bisher den Patienten allergieauslösende Substanzen unter die Haut gespritzt. Der Unterschied ist, dass wir dafür jetzt frakturierte Pollen verwenden", erläutert der an der Studie beteiligte HNO-Facharzt Dr. Yury Yarin. "Die Hyposensibilisierung gibt es seit 100 Jahren. Zunächst verabreichte man per Spritze die Pollen so, wie sie in der Natur vorkommen. Das führte jedoch nicht selten zu heftigen allergischen Reaktionen bis zum allergischen Schock", blickt Yury Yarin in die Geschichte. In den vergangenen 30 Jahren habe man durch Chemikalien veränderte Pollen gespritzt, was die Therapie verträglicher machte. Jetzt kommen im Rahmen der Studie nur noch Splitter von Pollen zum Einsatz. Sie würden vom Körper trotzdem als unwillkommene Allergene erkannt, so Dr. Yarin. Die allergischen Reaktionen werden jedoch weiter herabgesetzt.

Und nicht nur das. Bisher mussten die Heuschnupfen-Patienten alle vier bis fünf Wochen gespritzt werden - bis zu drei Jahre lang. "Die neue Cluster-Therapie dauert sieben Wochen und beinhaltet sechs Impftermine. Zudem liegt die Erfolgsquote nach dieser kurzen Zeit bereits zwischen 90 und 95 Prozent. Bisher waren es nach einem Jahr 60 bis 70 Prozent", argumentiert Dr. Bettina Hauswald.

Erfinder der neuen Therapie sind Wissenschaftler aus Brüssel. Das Universitäts HNO Allergie Centrum Dresden ist das einzige Zentrum in Deutschland, das sich an der europaweiten Studie beteiligen darf. Diese wurde sowohl vom zuständigen Paul-Ehrlich-Institut in Langen als auch von der Ethikkommission der Uniklinik genehmigt. Jeder Studienteilnehmer bekommt pro Arzttermin 50 Euro. "Und wir betreuen jeden, bis er gesund ist - auch nach Ende der Studie", verspricht Dr. Bettina Hauswald.

iInteressenten für die Teilnahme an der Studie sollten sich schnellstmöglich unter Tel.: 0351/4583506 (Anrufbeantworter) oder per Mail an korina.rydl@uniklinikum-dresden.de melden

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.09.2013

Catrin Steinbach

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
17.10.2017 - 13:54 Uhr

Anlässlich der Begegenung zwischen dem 1. FC Nürnberg und der SG Dynamo Dresden erlässt die Bundespolizeidirektion München ein Alkoholkonsumverbot in den Bahnen

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.