Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Dr. Bettina Hauswald: "Wir können Allergien heilen"
Dresden Lokales Dr. Bettina Hauswald: "Wir können Allergien heilen"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:30 09.09.2015
Studienteamversammlung fürs Quelle: Felix Silega Mansfaroll, Dr. Bettina Hauswald, Korina Rydl, Dr. Yury Yarin (v.l.) mit Maximilian Höfner (21), einem der Studienteilnehmer. Foto: C. Juppe

"Doch Menschen, die auf Pollen allergisch reagieren, müssen sich damit nicht abfinden. Wir können Allergien heilen", betont die bekannte und international anerkannte HNO-Ärztin und Allergologin aus dem Dresdner Universitätsklinikum.

Ihrer Ansicht nach sollte sich jeder, der an Heuschnupfen leidet, unbedingt einer Therapie unterziehen. "Denn wenn man nichts unternimmt, droht in 40 Prozent der Fälle ein sogenannter Etagenwechsel. Das heißt, dass allergisches Asthma und Kreuzallergien auf Nahrungsmittel folgen." Unter Leitung von Dr. Bettina Hauswald läuft derzeit eine Verträglichkeitsstudie über eine neuartige Form der Spezifischen Immuntherapie. Dafür sucht die Allergie-Expertin noch Heuschnupfen-Patienten im Alter zwischen 18 und 60 Jahren, die unter einer Gräserpollen-Allergie leiden.

"Bei dieser Therapie werden wie bisher den Patienten allergieauslösende Substanzen unter die Haut gespritzt. Der Unterschied ist, dass wir dafür jetzt frakturierte Pollen verwenden", erläutert der an der Studie beteiligte HNO-Facharzt Dr. Yury Yarin. "Die Hyposensibilisierung gibt es seit 100 Jahren. Zunächst verabreichte man per Spritze die Pollen so, wie sie in der Natur vorkommen. Das führte jedoch nicht selten zu heftigen allergischen Reaktionen bis zum allergischen Schock", blickt Yury Yarin in die Geschichte. In den vergangenen 30 Jahren habe man durch Chemikalien veränderte Pollen gespritzt, was die Therapie verträglicher machte. Jetzt kommen im Rahmen der Studie nur noch Splitter von Pollen zum Einsatz. Sie würden vom Körper trotzdem als unwillkommene Allergene erkannt, so Dr. Yarin. Die allergischen Reaktionen werden jedoch weiter herabgesetzt.

Und nicht nur das. Bisher mussten die Heuschnupfen-Patienten alle vier bis fünf Wochen gespritzt werden - bis zu drei Jahre lang. "Die neue Cluster-Therapie dauert sieben Wochen und beinhaltet sechs Impftermine. Zudem liegt die Erfolgsquote nach dieser kurzen Zeit bereits zwischen 90 und 95 Prozent. Bisher waren es nach einem Jahr 60 bis 70 Prozent", argumentiert Dr. Bettina Hauswald.

Erfinder der neuen Therapie sind Wissenschaftler aus Brüssel. Das Universitäts HNO Allergie Centrum Dresden ist das einzige Zentrum in Deutschland, das sich an der europaweiten Studie beteiligen darf. Diese wurde sowohl vom zuständigen Paul-Ehrlich-Institut in Langen als auch von der Ethikkommission der Uniklinik genehmigt. Jeder Studienteilnehmer bekommt pro Arzttermin 50 Euro. "Und wir betreuen jeden, bis er gesund ist - auch nach Ende der Studie", verspricht Dr. Bettina Hauswald.

iInteressenten für die Teilnahme an der Studie sollten sich schnellstmöglich unter Tel.: 0351/4583506 (Anrufbeantworter) oder per Mail an korina.rydl@uniklinikum-dresden.de melden

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.09.2013

Catrin Steinbach

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[gallery:500-2662584108001-DNN] Dresden. 23 Jahre nach der Wende ist am Dienstag erneut ein „Ruf aus Dresden" in die Welt gegangen. Im Werk von Globalfoundries in Wilschdorf überreichten Vertreter des Industrieverbandes „Silicon Saxony" ein Positionspapier mit vier Forderungen an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP).

09.09.2015

Der Bau des Kulturkraftwerks Mitte ist endgültig unter Dach und Fach. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wurden die Verträge mit der Baufirma Züblin am Dienstag unterschrieben.

09.09.2015

Die Dresdner Messe steuert in diesem Jahr auf einen neuen Rekordumsatz zu. Wie Geschäftsführer Ulrich Finger am Dienstag mitteilte, würden die 5,2 Millionen Euro des Vorjahres im laufenden Jahr überboten.

09.09.2015
Anzeige