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Lokales Dölzschener wollen neue Fahrbahn
Dresden Lokales Dölzschener wollen neue Fahrbahn
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16:48 21.08.2018
Immer wieder geflickt und trotzdem schadhaft: Die Fahrbahn der Hohendölzschener Straße. Quelle: Archiv
Dresden

Fast schnurgerade verbindet die Hohendölzschener Straße Löbtau und Plauen mit Dölzschen. Autofahrer müssen trotzdem jede Menge Kurven fahren. Wer sich auf der Strecke nicht auskennt, läuft Gefahr, dass sein Auto Schaden nimmt. Die Fahrbahn befindet sich in einem miserablen Zustand. Das ist auch für Radfahrer kreuzgefährlich, Fußgängern ergeht es nicht besser: Der Gehweg ist genauso holprig wie die Fahrbahn.

„Bei uns gibt es zwei Fraktionen“, weiß Detlef Naumann, Präsident der SG Dölzschen. „Die einen befürchten, dass eine ausgebaute Fahrbahn zum Rasen einlädt. Die anderen sagen, dass es höchste Zeit für eine Sanierung ist.“ Naumann gehört zur Fraktion der Straßenbau-Befürworter und hat nach Möglichkeiten gesucht, sich Gehör zu verschaffen. Dölzschen liegt auf dem Berg und ist weit weg vom Ortsamt Cotta, zu dem der kleine, aber wachsende Stadtteil gehört.

Bei seinem Engagement für den Sportplatz der SG Dölzschen hat Naumann den CDU-Landtagsabgeordneten Lars Rohwer kennengelernt. Der Politiker schlug eine Petition vor. „Das ist der einfachste Weg für einen Bürger, sich Gehör zu verschaffen“, so Rohwer. Der Stadtrat verfügt über einen Petitionsausschuss, der sich mit den Anliegen der Bürger befasst und seine Entscheidungen Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) vorlegt.

Naumann und seine Mitstreiter fuhren zweigleisig: Sie reichten eine elektronische Petition ein, die 81 Unterstützer gefunden hat, ließen aber auch Petitionskarten mit der Bitte um Unterstützung verteilen. „Wir hoffen auf eine dreistellige Zahl an Unterstützern“, so Naumann. „Da die Fachämter der Landeshauptstadt Dresden bisher keinen Anlass sahen, die längst überfällige grundhafte Sanierung der Kreisstraße K6276 anzuordnen, richten wir uns mit der Bitte an Sie, die in der unteren Seitenhälfte vorbereitete Petition zu unterzeichnen und frankiert an die Landeshauptstadt Dresden zu senden“, heißt es im Anschreiben.

Hohendölzschener Straße und die Kopfsteinpflasterstrecke Wurgwitzer Straße sind beileibe keine unbedeutenden Dorfstraßen, wie eine Prognose des Straßen- und Tiefbauamtes belegt. Bis 2025 werden sich 4500 Fahrzeuge auf der Hohendölzschener Straße bewegen und 3000 auf der Wurgwitzer, so Zahlen der Verwaltung.

„Wir wissen, dass die Straße nicht im nächsten Jahr saniert werden kann“, erklärt Rohwer zum Ziel der Petition, „wir wollen, dass die erforderlichen Schritte eingeleitet werden.“ Das heiße: Zuerst eine Verkehrszählung, damit aktuelle Daten vorliegen. Dann eine Vorplanung, der sich in angemessenen Zeitabständen die Ausführungsplanung und schließlich die Realisierung anschließen. „Dresden kann sein Nebenstraßennetz nicht verrotten lassen“, meint der Landtagsabgeordnete und empfiehlt einen Blick über die Stadtgrenze: Ab dem Ortseingangsschild Freital befindet sich die Wurgwitzer Straße in einem hervorragenden Zustand.

„Wer gar nichts macht, braucht auch nichts zu erwarten“, sagt der Vereinspräsident. Er wünscht sich eine Bürgerversammlung, wenn die Vorplanung fertig ist. Dann könnten die verschiedenen Sanierungsvarianten diskutiert werden und sich beide Fraktionen in Dölzschen artikulieren. Zunächst aber muss sich erst einmal der Petitionsausschuss eine Meinung bilden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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