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Lokales Diskussion um neue Räume für Unischule
Dresden Lokales Diskussion um neue Räume für Unischule
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08:17 15.05.2018
Die Unischule soll im Gebäude auf der Cämmerswalder Straße 41 angesiedelt werden. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Der Raumbedarf der geplanten Universitätsschule sorgt für Debatten: Die TU Dresden begrüßte am Montag in einer Erklärung ausdrücklich, dass sich die Stadtverwaltung Dresden und die zuständigen Gremien „nun intensiv mit der Standortfrage für das gemeinsame Projekt Universitätsschule Dresden befassen und verschiedene Optionen prüfen“.

Der Platz ist knapp

Die Unischule soll neue Methoden des Lehrens und Lernens erforschen. Ihr Start in Johannstadt zum Beginn des Schuljahres 2018/19 im August, war im April gestoppt worden. Ein Grund war die Debatte über den Standort Pfotenhauerstraße. Für den angestrebten Neustart 2019 hatte Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) kurze Zeit später ein Schulgebäude auf der Cämmerswalder Straße vorgeschlagen. Dort ist der Platz jedoch knapp. Eine Grundschule könnte mit 16 Klassen (vierzügig) und eine Oberschule mit 18 Klassen (dreizügig) unterkommen. Die Unischule soll in ihrem Grund- und Oberschulteil jeweils „höchstens dreizügig“ sein, will die Stadt vom Stadtrat beschließen lassen. Damit kämen aber 30 Klassen zusammen. Eine Erweiterung des Standorts sei möglich, erklärte die Verwaltung gegenüber DNN. Planungen oder Kostenschätzungen gebe es jedoch noch nicht.

Zweifel an Erweiterungsmöglichkeit

Das sorgte im Bildungsausschuss bereits für Diskussionen. Die Stadt müsse detailliertere Vorstellungen für die Erweiterung vorlegen und die Formulierung „höchstens“ dreizügig müsse gestrichen werden, weil die Unischule nicht kleiner sein könne, erklärte SPD-Bildungspolitikerin Dana Frohwieser. In Plauen gibt es offenbar auch Zweifel, ob der Standort wirklich entsprechend erweiterbar ist. Für die Unischule ist die Dreizügigkeit jedoch bedeutsam, unter anderem um genügend Daten für die Forschung und genügend Lehrer für das Konzept zu haben.

„Geeignete Räume sind eine der Grundvoraussetzungen für eine gelungene Umsetzung des wissenschaftlich-pädagogischen Konzepts“, hieß es am Montag in der Erklärung der TU. Das bedeute auch einen insgesamt größeren Flächenbedarf als bei Regelschulen, sodass die bisher üblichen Berechnungsschlüssel für Schulen den realen Flächenbedarf der Universitätsschule nicht abbilden können.

Räumliche Bedingungen wichtig

„Der Schulraum hat einen Einfluss auf unser Lernen und unsere Entwicklung“, sagt Prof. Anke Langner, Projektleiterin an der der TU Dresden. „So können die räumlichen Bedingungen das Kind beim Lernen unterstützen, es aber auch hemmen.“ Die Universitätsschule setzt auf Selbstbestimmung und Eigenverantwortung für den eigenen Bildungsprozess und benötigt daher Räume, die den Schülern eine Wahlfreiheit und flexible Lernformen ermöglichen. Dazu gehören offene und geschlossene Räume mit Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen sowie werkstattähnliche Laboratorien, die fächerübergreifendes Lernen unterstützen.

Von Ingolf Pleil

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