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Lokales Diskussion in der Frauenkirche zu Chancen für Versöhnung durch Aufarbeitung
Dresden Lokales Diskussion in der Frauenkirche zu Chancen für Versöhnung durch Aufarbeitung
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11:00 06.09.2018
25 Jahre nach der Offenlegung der Stasi-Akten zieht eine Tagung in der Frauenkirche eine Zwischenbilanz zu den Folgen. Quelle: dpa
Dresden

Nach den politischen Umbrüchen in Osteuropa, Lateinamerika und Südafrika bewegte die Aufarbeitung der diktatorischen Unterdrückungsmaßnahmen viele Gesellschaften. Ein besonderer Blick fällt dabei auf die Rolle der Geheimpolizeien und der von ihnen hinterlassenen Aufzeichnungen. In der Bundesrepublik können Bürgerinnen und Bürger bereits seit 1992 Stasi-Akten einsehen.

Die Tagung „Versöhnung durch Aufarbeitung? Der Umgang mit geheimpolizeilichen Akten im internationalen Vergleich“ am 20. September, 10 bis 16 Uhr, in der Unterkirche der Frauenkirche befasst sich damit aus internationaler Perspektive und nimmt auch die Situation in Deutschland seit 1990 in den Blick. Veranstalter sind der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, die Landeszentrale für politische Bildung sowie die Friedrich-Naumann-Stiftung.

Nach mehr als 25 Jahren Aufarbeitung stelle sich nun nicht nur in Deutschland die Frage, ob es zu einer Annäherung oder gar zu einer Versöhnung zwischen den Betroffenen und ihren Unterdrückern kommen kann, erklären die Veranstalter. Bei einer Diskussion zur „Gesellschaftlichen Versöhnung in posttotalitären Systemen“ sitzen Andriy Kohut, Direktor des staatlichen Ressortarchivs des Sicherheitsdienstes der Ukraine, Dr. Patricia Cerda-Hegerl, chilenische Schriftstellerin und Historikerin, sowie Joachim Braun, ehemaliger ZDF-Südafrika-Korrespondent, im Podium.

Anschließend diskutieren Bettina Wegner, Liedermacherin und Bürgerrechtlerin, Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, und Lutz Rathenow, sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, über das Thema „DDR-Diktaturgesellschaft: Ist Versöhnung möglich?“.

Die Veranstaltung sei öffentlich und richte sich nicht zuletzt auch an Schulen und Universitäten. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten die Veranstalter um eine Anmeldung bis zum 14. September unter astdresden@bstu.bund.de oder (0351) 2508 3411 erforderlich, teilte die Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen in Dresden mit.

Von Ingolf Pleil

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