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Lokales „Dirt Track“-Fahrer zeigen im Verkehrsmuseum ihre historischen Fahrzeuge
Dresden Lokales „Dirt Track“-Fahrer zeigen im Verkehrsmuseum ihre historischen Fahrzeuge
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13:13 09.04.2019
Im Johanneum hat das Verkehrsmuseum seinen Standort. Quelle: Peter Weckbrodt/Archiv
Dresden

Kein Boxenstopp, kein Reifenwechsel und vor allen Dingen keine Vorderbremsen: Vom gewöhnlichen Motorsport grenzt sich die Renndisziplin „Dirt Track“ klar ab. „Da brauchst du den nötigen Schneid, um überhaupt anzutreten. Das musst du schon richtig wollen“, betont Florian Bölike, Kurator der Ausstellung „Burning Concrete. Garage Art und zeitgenössische Kunst“ im Dresdner Verkehrsmuseum.

Kurator Florian Bölike Quelle: Anja Schneider

Für knapp zwei Wochen widmet sich die Ausstellung anhand eines originalen Rennwagens aus den 1930er Jahren und zweier Harley-Davidson-Motorrädern aus den 1950er Jahren der Motorsportsparte „Dirt Track“. Übersetzt bedeutet der Name nichts anderes als „Dreckbahn“ und beschreibt ganz gut, was den Rennsport auszeichnet: Auf unbefestigtem Fahrbahnbelag wie Sand, Lehm oder Schotter treten die Fahrer auf den historischen Maschinen, die vor 1959 gebaut worden sein müssen, gegeneinander an.

„Dirt Track“-Fahrer Michael Röhnisch auf seiner selbst zusammen geschraubten Harley, die im Verkehrsmuseum ausgestellt ist. Quelle: Dietrich Flechtner

Rund 30 aktive Dirt Track-Fahrer gibt es aktuell in Deutschland. Einer davon ist der Dresdner Michael Röhnisch, dessen Harley im Verkehrsmuseum ausgestellt ist. „Es geht ums Schrauben, es geht um die Leute und das familiäre Umfeld an den Rennwochenenden“, beschreibt der Rennfahrer die Faszination an seinem außergewöhnlichen Hobby.

Historischer Hintergrund aufgrund der ehemaligen GST

Vier Mal im Jahr tritt die Szene bei Rennveranstaltungen gegeneinander an – alle vier Rennen finden auf ehemals ostdeutschen Motorrad-Rennbahnen in Ludwigslust, Teterow, Parchim und Lübbenau statt. In den USA entstanden und nach Europa rübergeschwappt, ist es kein Zufall, dass die Dirt Track-Szene ihre Rennen in Bundesländern der ehemaligen DDR ausrichtet: „Die vormilitärische Massenorganisation Gesellschaft für Sport und Technik (GST) hat den Motorsport stark gefördert und staatlich gelenkt. Deshalb sind die Rennbahnen hier erhalten geblieben“, erklärt Ausstellungskurator Bölike.

Wer Teil der Dirt Track-Gemeinde werden will, muss zweifellos ein Händchen für Zweiradmechanik mitbringen. „Die Maschinen musst du dir selbst zusammenbauen“, sagt Röhnisch. Dazu kommt, dass die ungewöhnlichen Regeln und das Alter der Fahrzeuge für ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko sorgen. „Klar fährt der Gedanke mit, aber daran denkst du während der Rennen nicht“, wiegelt Dirt Track-Fan Röhnisch lässig ab.

Von Aaron Wörz

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